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Jeschurun · 1883-11-29 · Heft 48 (29.11.1883) · p. 838

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 48 (29.11.1883)
Article
Kollektiv-Berichte aus Ungarn
Date
1883-11-29
Page
838 (sequence 2)
Language
German
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838 jibticit;iiflcciflnctcn 11 קבלות c b ft der A n 10 r i ן a t i 011; 11 m rituelle 11 3 d)iid) teil a 11 d) die B ef11 ן; 1.׳ ist;um ״Pastkenen״ oorfommcubcr :,ושב lind צוטות הגידץ שאלוה crtljcilt. — <511ד solchem Zertifikat ijöljercr Potcn; tritt dann schon — wenigstens in den Gingen der Laicn — in die Kategorie der התרות und oem diesen must man sagen רבים הלל ים הפילה. Wahrlich c*5 spottet jeder Beschreibung,;11 welchen Ausschreiliingcn solche התרות Beranlassung geben. — 311 den Dorfgemeinden, in welchen solche ,Pastkener" gewöhnlich snngiren, sind die בי<לי בתים, im vulgären Zinne genommen, durchgängs עט' הארק׳, wcldjc ans Uiikenniiüst der hebräischen Sprache und Ignoranz über- Haupt, die Klassifikation der verschicdcncn Nüanzen התרות nicht;n unterscheiden vermögen-, unter dem Begriffe התרה verstehen sie die Besagnist, über alle in's jüdische Ritiialwesen einschlägige Anfragen zu entscheiden; die Inhaber solcher Atteste geriren sid) and) dreist als Nabbinats-Berweser, 1nand)e gehen noch weiter und erfrechen sich sogar, den Namen Rabbiner;11 okkupircn und wenn;1! einem solchen Pastlener (— dies die technische Be;eid)nnng; Pardon, wir bemerken erst jetzt, dast wir diese erklärende Klausel schon früher oben hätten anbrtngen sollen, doch besser später als gar nicht cp אין מוקדש וניאו,־־ ואין לך דבר?ואץ לו -) aI0ן, wenn;11 einem solchen Pastlener, der kaum 1111 היי אדם ordentlich bnchstabiren kann, eine דשי אישות- oder verwickelte תערובית - Frage kommt, da schämt er sich. ein;ngestehen, dast er hierin Vaic ist; er nsnrpirt kühn and leck das Entscheidungsrecht und — dast sid) Gott erbarme — er entscheidet nach der Eingabe seines Unocrstandes, er ist יותיר אבודים, er ist ein חוטא וטהטיא, seine Bergehen werden לאשטת העם, er versündigt sich, seinen einstigen leichtfertigen Examinator, die Mitglieder seiner Gemeinde! — Und solch haarsträubende Fälle stehen leider nicht vereinzelt da.-Das Detail dieses Jammers könnte noch mannigfach bereichert werden, dod) es ist genug,;um Entsetzen genug! --wrlsepung folg!.) Aus der ersten Hälfte ililscrcs Jahrhunderts. (Nach einer wahren Begebenheit) Friedrich AotL.! I-oNsetzNNg. > t'-'lUe :'icchlc vorbchaN.-n ) Kohlt nahm seine unterbrochene Zimmerpromeuade wieder ans. ״Na, Zchmul, was ist denn mit Dir?" wandte er sich an den jungen Mann, dessen Blicke dem jungen Mädchen gefolgt waren und dessen Lippen eben ein Seufzer entflohen. Schmul zuckte die Achseln. ״Was sollt's mit mir sein? — Sie wissen 's gut, Onkel, was id! möchte." ״Freilich weist id), was Du möchtest," sagte Kohn, ״aber —" Der junge Mann preßte die Lippen abermals fest auf einander, dann aber richtete er sich stramm auf und, indem er ans der Fensternische hervortrat, nährte er sid) dem Sopha, wo Nahet säst. ״Sie haben mir wiederholt versproichen, lieber Onkel, sobald die Tante wieder wohlauf ist —" ״Du bist gerecht," siel Kohn ein, indem er sich sowohl ihm als seiner Frau gegenübersetzte, ״Du bist gerecht, Schmnlleben" — aber er rieb sich die Stirn, als ob es ihn gar nicht sehr freue, dast sein Neffe im Rechte; trotzdem hielt er sich verpflichtet, sein einmal gegebenes Wart einzulösen. ״Rahellcbcn, mein Kind, 's ist wahr, Schmnl ist gerecht, ich Hab' gesagt, bis Du gesund sein wirst, werd' ich mit Dir reden. Na, Gott Lob und Dank! Du bist wieder so weit und —" ״Ich glaube, ich könnte errathcn, worüber Du mit mir sprechen möchtest," siel Nahe! entgegenkommend ein. ״Du hast unserm lieben Neffen versprochen, wegen Marie mit mir zu sprechen." Kohn nickte ihr lächelnd zu. ״Feiner stopf —" ״Es ist wahr, liebe Tante," sprach der junge Manu mit erregter, leicht vibrireuder Stimme, ״der Onkel hat mit mir von dem jungen Mädchen ge׳ sprochen — er war so gütig — er hat gesagt, er möchte sie mir gleid) geben." ״Freilich möcht' ich sie Dir gleich geben," siel Kohn ein, ״heißt das, wenn id)'s könnt' — denn gesagt Hab' ich Dir auch, ich habe keine Macht über sie. Will sie — ist's gewiß gut — will sie nicht —", er zuckte die Achseln. Frank erbleichte. ״Glauben Sie, dast sie nid)t wollen wird?" fragte er gepreßt, ״ich kann eine Frau ernähren — und ich habe gemeint, dast ihre Mitgift so übergroß nicht ist — wird sie denn da so übergroße Ansprüche machen?" Bittend nächteten sid) seine Blicke auf seine Perwandten, dach Beide vermieden es, ihnen;11 begegnen. ״Ich habe noch nie mit ihr über dergleichen gesprochen," sagte Nahet, ״sie ist nod) so jung, kaum siebenzehn Jahre alt, und darum können wir nicht wissen, wie sie darüber denkt — und wenn ich Dir rat Heu sollte, so würde ich dringend empfehlen, die Sad)e vorläufig ans sich beruhen;11 lassen." Der letzte Blutstropfen wich aus dem Angesicht des jungen Mannes. ״Warum?" stammelte er, ״warum?" ״Ich halte es in Deinem eigenen Interesse, Deinen Antrag nicht zu überstürzen," entgegncte Rahel, ״sie

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