Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 42 (15.10.1883)
- Article
- Nach Neila
- Date
- 1883-10-15
- Page
- 736 (sequence 2)
- Language
- German
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730 Mir;!!rück, meine ftiiiber, gern komme Ich;1t euch wieder, und wir erneuten darum unter dein scheine der;um vollen Glanze Ijitiftrcücitöcu Mondsichel das Geld du iß, uns in dem schassenden und genießenden Leben, in welchem wir wiederum einzntrelen uns au- ( schickum, Ihm zu weihen und unsern Beitrag zu leisten! zu der Förderung Seines Willens, zur Herbeiführung , der Anerkennung deiner Herrschaft aus Erden, daß durch uns der Legen des Gottesreichs mit angebahnt werde, das Er durch alle Phasen der Entwickelung sicher gestaltet, wie Er den Mond der Lonne entgegengeleitet, ברוך מחדש חדשים• Preis und Tank Ihm, der unsern Blick geweckt hat für die (Gesetze Leiner Wallung in der Natur, für das Ziel Leiner Wallung in der Geschickte; wie weit wir uns auch von Ihm entsernt, wir kehren stets zu Ihm zurück, um uns in erneuter Hingebung Seinem Tienste;11 weihen. Nicht mir ein Tag im Jahre trifft uns vor unserm König und Vater, sondern jede Mondeserneuernng mahnt uns zu unserer Wieder- Vereinigung mit Ihm; ein jeder ערב ראש חדש wird uns zu einem יום בבור קטן. Siiloiiioitifdjf SpriKijiüfiöljfit. Bon Samson Napljael Hirsch. VIII. Weise n!kd Thoren.! ttvrlse^ttttg.) Tie Weisheit in der ganzen Mannigfaltigkeit ihres Inhalts möchte sich aus der Straße vernehmlich machen, Auf den Märkten ihre Ltinnne hören lassen, Wo die Mengen am Meisten wogen, rufen, In der Stadt ihre Reden reden: Wie lange, Unwissende, wollt ihr Unwissenheit lieben, Und Lpötter an Lpottlust ihr Gelüste haben, Und dünkelhafte Thoren Erkeuntniß hassen! Ihr solltet euch doch zurückwenden zu meiner Borstellnng! L-cht, ich möchte meinen Geist euch Zuströmen lassen, Meine Worte euch zur Erkeuntniß bringen. Weil ich aber gerufen und ihr euch geweigert, Ich meine Hand geneigt und Keiner darauf gemerkt, Ihr meinen ganzen Nath unbeachtet ließet, Und von meiner Znrechtiveisung Nichts gewollt: Lo kann auch ich eures Unglücks lachen, Spotten, wenn eure Angst eintritt, Wenn wie Verwüstung eure Angst eintritt Und euer Unglück wie Lturmwind kommt, Wenn über euch Nolh und Drangsal kommt. Dann werden sie mich rufen, ich aber antworte ihnen nicht, Sie' suchen mich, aber sie finden mich nicht. Weit sie Erkeuntniß gehaßt, Und Gottesfurcht nicht gewollt, Sich meinem Nath nicht fügten, Höhnten meine ganze Zurechtweisung. So mögen sie nun essen von der Frucht ihres Weges, Und sich an ihren selbstgeschasfenen Plänen sättigen. Tenn die Zurückgebliebenheit Unwissender bringt sie um, Und der Wohlstand dünkelhafter Thoren führt sie ins Verderben. Wer aber aus mich hört, bleibt immer ruhig, Unangefochten von Angst vor Unglück. (1,20—33.) Die Weisheit der göttlichen Lehre, die das Leben in der ganzen Mannigfaltigkeit seiner Erscheinungen zum Gegenstände hat, ist keine Geistesspende, die in der Abgesehiedenheit des Studiums und des Gebetes ihrer Verwirklichung harrt. Ten frischesten Puls eines ganzen Menschen- und Bürgerlebens will sie beleben, will ein ganzes Menschen- und Bnrgerleben beherrschend gestalten, und sucht daher aus den Markten des bewegungS- und strebensv ollen Volkslebens ihre Jünger. Sie sucht sie, aber sie findet sie nicht. Unwissenheit, die Gott preist, daß ihr die Lehren seiner Weisheit fremd geblieben, Frivolität, die in Gespött über die Lehren und Anforderungen dieser Weisheit ihr Ergötzen findet, dünkelhafte Thorheit, die jede bessere Erkenntniß hassend meidet, das sind die Mächte, unter deren Einfluß das Leben und Streben der Menge sich gestaltet. Nicht zu ihrem Heile. So lange sie in ihrem Sinne glücklich sind, fühlen sie nicht, was sie entbehren. Wenn aber ihr Lebensweg sich nmdüstert, ja, wenn auch nur die Angst vor schlechten Zeiten, vor Schmähleruug und Verlust der Güter und Genüsse, in denen sie ihre einzige Freude gefunden, ihnen naht, und wie nun gar, wenn die Angst sich verwirklicht, dann suchen sie einen Trost und eine Stütze und einen Wegweiser in dem Trübsal und aus dem Trübsal, die sie an der Hand der göttlichen Weisheit gefunden hätten, die sie aber nun nicht mehr finden. Und so gehen die geflissentlich unwissend Gebliebenen an ihrer Umvissenheit, und dünkelhaften Thoren an ihrem Glück zu Grunde. Das Loos der Spötter ist nicht gezeichnet, und braucht nicht gezeichnet zu werden. Das Loos Derjenigen, die mit den Lehren der Weisheit bekannt waren, sie aber verspotteten und mit ihrem frivolen Gespött die Heilig- Haltung des Wahren und Guten auch in der Brust der zn ihnen aufhorchenden Mitbrüder ertödteten, deren Loos kann sicher kein besseres als Derjenigen sein, die ans Unwissenheit und Dünkel die Lehren der Weisheit nie erkannt hatten. Die ächten Jünger der göttlichen Weisheit hingegen bleiben immer ruhig, eine Angst