Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 34 (23.8.1883)
- Article
- Der Priester oder Kriegsbogen, Pflock und Eckstein
- Date
- 1883-08-23
- Page
- 560 (sequence 2)
- Language
- German
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560 111; ן!חוו1)1"וןך achten beflimil, desto unaufljaltfaimT muß jener 1!i(i)tit]c Hirnis; weichen, mit dem das moderne Prieslerthnm sich und feine Tempel nin^iebt. Und immer mein־ wird sich der Mbniifc verbreiten, daß ivir aus diesem Boden ',HUc gleich sind, daß nur Alle unsere A'ürde nur durch lebendige Theili'ahme um gesummten jiidischeu Veden aufrecht erhalten, das; der Wnnsd, jenes selbstlosesten uller Menschen seiner Erfüllung näher soiume, ein Wunsch, der so manchem falschen Priester Gmuen einjugeu muß. der du tuntet: נד יתן בל עם ד׳ נביאים ני יתן ד' את רוהו עליהם. iiffll-tfiinildojiiiliif für Met iinti 11111111111. Wörterbuch zum Handgebrauch fiir Bibelsreimde, Theo׳ logen, fünften, Geuieiude - und Schulvorstehev, Vcljrcr :c. :C. Ansgearbeitet nun I)r. [). Humburger, Vuudrubdiner;11 Strelitz in VNecktenbnrg. Abth. l t. HestVIll. Schlnßhest. Veipzig I ttt-;:;. (ftortfrbimn■) Karakleristisch ist, ivas der Bersusser S. r> 11 über den Propheten Ezechiel sugt: ״Bon dem äußeren NeligionSwerl, das er (Ezechiel) zur Bethätignng der nmern Umwandlung uusstellt, nennt er die Beschneidnng, die Beobachtung des Dabbaths, ganz wie in der Bidet, als Zeichen des 'Bundes;wischen Gott und Usenet, das ^peisegesetz, wenn unch in beschränkter (Gestalt, sür den Priester. Hur den künftigen Entlud entwirft er ein neues Priestergesetz, eine neue Festordnnng, ein Opfer׳ gesetz und ein Modell des zu erdunenden Tempeln in Uernsulem. Un ulten diesen Begebungen macht sich eine Umgestaltung des VNosaiSmns und des Alther gedruchlen stark demerkdur. Auch snr den;nieder-;nerstebenden Staat Hut er neue Gestaltung, die nun der ulten mosaischen stark ulnveicht. Oer König heißt nur Nassi, Öderer, der in seiner Ärueht durch das Gesetz beschränkt ist. Wir ertennen in diesem uns nurliegenden Stmkwerl die weitgehende Thätigkeit Ezechiels, einen starken Anlauf zu dem, was;nie Undenlhnm nennen. Der l^rund, uns dem dieser grüße geistige Ausbau sieh bald erheben füllte, war durch ihn gelegt. Aber die Zeit hiezu war nach nicht du, er ist ihr mit seinen Gesetzesarbeiten voransgeeilt und tonnte in seinen Tugen auf nur geringe 'Beachtung rechne!;-." Diese ganze Darstellung, in der Ezechiel zu einem sogenannten Nesormator gestempelt wird, der mit seinen ,,Gesetzesarbeiten" seiner Zeit voransgeeilt, beruht uns der futschen schon früher nun! Per fass er unSgesprochenen Annahme, nach der das sogenannte ״äußere Neligiuns- Werl" von den Propheten angegriffen worden sei, die Propheten also eine gegen die Thora oppositionelle Stellung eingenommen hätten. iS. ״Ieschnrnn", Iahrg. 51;20 Vit11 .־, wo diese hinsichtlich der Opfer häufig unSgefproebene 'Behauptung vom Begründer dieser Zeilsrhrist auf's schlagendste widerlegt wurde.) 'M\ diesen vermeintlichen Gegensatz .;wischen Propheten und ״Mosaismns" hat sich der Bersusser so verrannt, daß er in bewnndernS- ,verther Naivität hervorheben zu müssen glaubt, daß Ezechiel, der, seiner Meinung nach, ans den Geboten der Thora Einiges zur Bethätignng der innern Um- Wandlung aasstellte. die 'Beobachtung des Sabbalh ״gan; wie in der'Bibel;soll wohl heißen: im Pentateml)) als Zeichen des 'Bundes zwischen Gott und Israel" be;eiehnete, das Speis eg es eh aber nur ״in beschränkt er Gestalt, für den Priester" angenommen wissen!vitl. Die nicht ,;11 den Priestern gehörenden llebertreter der Speisegesetze iverden dem -Herrn Vundrubbiner wohl dankbar dafür sein, daß er den Propheten Ezechiel als den Regenerator hinstellte, der die Speisegejetze nur für die Priester als obligat erklärte. Der Bersusser stützte sich hiesür tvohl ans Ez. tl,:;1, Hut aber vollständig übersehen, daß in der Wirtlichkeit zwischen dieser Stelle und den im Pentateneh enthaltenen Speisegesetzen kein Widerspruch liegt, sondern das; darin, wie ans Menachot lü n. hervorgeht, darum, weil es den Priestern gestattet, ja geboten tvar, die als Eiilsündignngsopser gebrachten Bügel zu essen, die dem Opsergesetze gemäß durch בזיליקת getödtet iverden. mußten, der Bieinnng vorgebengt wird, als ob sür die Priester auch in sonstiger Beziehung hinsichtlich der ׳Speisegesetze Ansnahmsbeslimninngen beständen. Die Angabe des Berfassers, daß Ezechiel die Speisegesetze ans die Priester hätte beschränken wollen, ist daher eine Unwahrheit, da die zitirte Stelle blos sagt, daß die erwähnte sür die Priester geltende Ausnahme sich ansseh ließ lieh ans die als Enlsündignngsopser gebrachten Tauben bezieht. Ebenso nmvahr ist es, daß Ezechiel ein neues Priestergesetz, eine neue ,Teslordnnng. ein Opsergesetz re. re. entworfen hätte. Die von Ezechiel erivähnlen, nicht iin Pentateuch vorlommenden Opfer können, wie bereits von Bl'aimonides 1,1! ,11 הל׳ מעשה הקרבנוה r> ans Grund der Menachot l'. n. gegebenen Erklärnng (siehe להם משינה z. St.) gezeigt wird, nie!,t als ein für die Duner zu beobachtendes Opsergesetz ansgesaßt werden, sondern bezeichnen blos die Weiheopjer, die bei der E i 11 w e i h n n g des bei der künstigen Erlösung Israels wiedererstehenden Nationalheiligthnms zu bringen sind. Die Niehtigkeil dieser Ansfassnng wird auch von Abarj bauet naeljgeiviesen, der in seinem Kommentare zu! Ez. lü zeigt, daß aneh von diesem Propheten leine j Aendernng und leine Neuerung hinsichtlich der im Penta-! teneh ausgesprochenen Opsergesetze beabsichtigt wurde, | sondern daß seine ans die Opfer sich beziehende Pro-