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Jeschurun · 1883-07-12 · Heft 28 (12.7.1883) · p. 447

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 28 (12.7.1883)
Article
Frankreich : Paris [Nachricht]
Date
1883-07-12
Page
447 (sequence 2)
Language
German
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447 Ich antworte Ihnen zunächst, daß die regelmäßige Unterstützung, welche dieselben erhielten und;war im Minimum einen Frank für jede der ca. 500 Personen, die von Brody abgeholt und nach Paris gebracht wurden, bereits seit einigen Wochen ausgchört hat. Man hat über dreißig Personen wieder nach Rußland o.irit'.f; befördert Von Amerika sind nur etwa fünf zurück gekehrt. Die Anfrage, ob die Armen hier leicht Arbeit finden können, ohne auf Schwierigkeiten hinsichtlich der Beobachtung der Sabbathgesctzc zu stoßen, kann ich leider nicht bejahend beantworten. Es bietet dieser Punkt große Schwierigkeiten. Die Herren Großrabbincn von Frankreich und Paris, sowie der Vizepräsident des Pariser Konsistoriums, Herr Michel Erlanger, und dessen Kollegen haben zur Uebcrwachnng der religiösen Interessen der hiesigen russisch-polnischen Israeliten Herrn Rabbiner Heschcl Lcwien engagirt, welcher bereits vorher von Nabbi Jisrocl Salanter vorgeschlagen und von der hier seit dem 17. Dezember v. I. gesetzlich ancrkannten Societe des Israelites Polomiis de la Loi lüibbinique berufen war. Die oben erwähnten Herren stellten Herrn Rabbiner Lcwien, außer seinem Gehalte und der Nemnnerationssnmme für die ihm nothwendig erscheinenden Hülssleistnngcn seiner Untergebenen, noch Mittel zur Verfügung, um Personen mit dem Entigrauten auszusendcn, die sich für die Auffindung von Stellen bemühen sollten, welche Freiheit von der Arbeit am Sabbath gewährten. Es ist aus diese Weise auch die Unterbringung eitiiger Emigranten ermöglicht worden. Ein wirksames Mittel znr Erreichung dieses Zweckes ist die Errichnng von Werkstätten, die von dem Herrn Großrabbinen sowie von Herrn Lcwien und den Mitgliedern des Komitü's augestrcbt und thcilweise bereits realisirt ist. Man hat ein Atelier für Tischler eingerichtet, in dein vorlänsig ca. 8 Personen arbeiten, eine Zigarettenpapierfabrik die ca. 50 Arbeiter beschäftigt. Ein Israelit ans Odessa hat hier auf Anregung des Herrn Rabbiner Lewien eine ähnliche Fabrik von Mützen rc. organisirt, Herr W. B. Msohn aus Moskau hat für eine Synagoge nie Eugene Sne (Montmartre), wo die meisten der Emigranten wohnen, gesorgt. Herr Rabbiner Lcwien hat zu Beginn selbst in diesem Lokale einen Vortrag gehalten, später aber einen Stellvertreter dahin depntirt, dessen Wirksamkeit er leitet, da die Synagoge von der großen Russischen Synagoge fast eine Stunde entfernt ist. Das Konnte hat in derselben Straße aucheine mehrklassige Unterrichtsanstalt für Knaben und Mädchen errichtet. Entgegen der Ansicht, die man hier und in den answärtigcn Komites, die sich mit der Frage der Emigranten beschäftigten, häufig aussprechen Härte, man müsse die Leute möglichst vereinzeln, um sie besser zu Französiren resp. Gcrmanisiren, wird man immer mehr und mehr finden, wie uothweudig cs ist, dieselben in größeren Gruppen zu vereinigen und dafür zu sorgen, daß sie ganz in alter Weise und dem Herkommen gemäß auch in ׳der neuen Heimath ihr Familienleben und ein gewohntes Kchillalcbcn wieder finden. Inserate werden die 3 fpaltiQC Pctitzeile it^lrMtft gVljt• Für den Inhalt derselben übernimmt die oder deren Raum mit J*> Psg. berechnet. ■/*5CV f| ■$;^4' ,Vt! ׳*־ Nedalüon!einerlei Lerantwortnng. InsertionSannahme für «ranffnrt a. 1U. auch bei der Buchhandlung von I. Kanfsmann daselbst, ohne Preiserhöhung. Knaben, die hiesige Schulen besuchen, finden Aufnahme, gewissenhafte Beaussichügung, Nachhilfe in allen Unterrichte׳ fächern bei M. Schweitzer, Lehrer Frankfurt n. M., Obcrniain-Anlage ‘JO. Beste Referenzen. C^n meinem 5rurz-, Woll- und Weißwaarcn-Gcschäft en gros &. en «lötuil ist für einen mit guten Schnlkenntnissen verscheuen jungen Mann eine Lehrstelle offen. Samstag und Feiertage streng geschlossen. Kost und Logis gegen Bezahlung im Hanse. Selbstgeschriebene Offerten sind zu richten an R. Stern, Fulda. In unserm Berlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen. לוח לשנת ר״דמ״ד לפ״ק Jllnstrirtcr Jüdischer Jmiiilicu-Kalender f. d. Jahr ö»; 44 (1SK4). HerauSgegebeu von Juliu -? Meyer. Preis! Marl. Gegen vorherige Oiuseudnng dcS Betrages auch direkt zu beziehen von Halberstadt bl. fdeyer’s Buchdruckerei. Prima כשר , Hollärtdischett finfe versendet gegen Nachnahme per Pfund n <>'» Psg.' Jacob Abr. Spier, Calcar am Niederrhein. j IIjinnov<n•. Spaniens Hotel Kalenbcrgerstmste 55. Besitzer: B. Goldmann. AltrcnommirteS Hotel mit berühmter Küche nach streng ritueller Vorschrift. Gut einger. Zimmer m. Vorzug!. Betien. Omnibus am Bahnhöfe. Tuble «l'liote 1 Uhr NUttagS. Diners zu jeder Tageszeit. Dieses Hotel, in Mitte der Stadt ge. legen, ist allen Reisenden, sowie Familien bestens zu empfehlen. Dasselbe ist auch znr Abhaltung von Hochzeiten und Festlich,;eiten ganz besonders geeignet. תפלות in Sa in int, Leder und Leinen bei Ullrich & Reumann, Dominikanerstraße <>, Mainz.

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