Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 12 (22.3.1883)
- Article
- Salomonische Spruchweisheit
- Date
- 1883-03-22
- Page
- 180 (sequence 2)
- Language
- German
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180 das Gute gewinnen und erhalten wird, und das ist ein Schatz, dessen Könige sich nicht immer zu rühmen vermögen. Goldene Aepfel in durchsichtigen silberner Hüllen Ist ein Wort in den seinem Ziele entsprechenden Formen gesprochen. (5?. 25, 11) eigentlich ״auf seinen Rädern." על אפניו, b. i. in solche Formen gekleidet, die es gewandt seinem Ziele zu führen, es den Weg zu dem Verstand und den Herzen seiner Zuhörer finden zu lassen. Der Inhalt eines solchen Wortes ist golden, die Einkleidung silbern. Der Inhalt ist werthvoller als die äußere Form, und er ist gediegen wie Gold. Allein auch die Einkleidung ist schön und werthvoll wie Silber, und sic ist eine ״durchbrochene Hülle," die den Inhalt nicht verdeckt, sondern überall durehblicken läßt. מ שניות von ,־ שנד ~ schauen. Aber auch das beste Wort verliert den Werth, wenn cö zur Unzeit gesprochen wird: Freude dem Manne an dem Vortrag seines Mundes, Ein Wort zur rechten Zeit, wie ist das gut! (K. 15, 23'.) Der sprechende hat immer Freude an seinem Wort, aber gut ist das Wort nur, wenn cs ztir rechten Zeit gesprochen wird. * Und den höchsten menschlichen Interessen dient das Wort: Spruchweisheit und Dichtung Die Worte der Weisen und ihre tiefsinnigen Sätze (K.'l, 6.) trägt das Wort. Aber auch für die durch Wort zu fördernde Weisheit und Erkenntnis bleibt der sittliche Karakter die unerläßliche Vorbedingung. Der Mund eines Gerechten zeitigt die Frucht der Weisheit, Der Zunge von Verkehrtheiten wartet Vernichtung. Die Rippen eines (gerechten wissen das Gottwohlgefällige, Gesetzloser Mund nur das Gcgeuthcil. (K. 10, 31.32.) Das wackere Weib Dcsfnet seinen Mund mit Weisheit, Und die Lehre werklhäliger Liebe ist auf ihrer Zunge. (K. 31. 26.) Im Namen Gottes spricht die Weisheit: Siche ich habe dir Bcfehlsträgcr geschrieben, Mit Ueberlegungen und Kcnutniß. Dich die in den Reden der Wahrheit geforderte sittliche Wahrheit erkennen zu lassen, Damit auch du denen, die dich senden, Wahrheit bringest in Reden. (K. 22, 20.21.) שלישים, der Nächste, der ״Zweite" nach dem König, משנה למלך ist sein Mitbcrather, שליש, der Dritte, trägt beit Königs beseht an das Volk, betreibt und überwacht dessen Vollbringung. Die Worte der j ,הרד sind שלישים, sie sind nicht nur für die theoretische! Erkenntnis; geschrieben, sie sind ״Vcfehlsträger" Gottes,; sie sind Ueberbringer göttlicher Befehle an uns zur ׳ Gestaltung unserer Gedanken und Empfindungen, unserer! Worte und Handlungen nach den במועצות ורעה, mit j den unsere zeitliche und ewige Wohlfahrt berathenden j ״Ueberlegungen" und tiefster ״Kenutniß" unseres Wesens! und unserer Beziehungen von Gott getroffenen Be- ■ slimmungeu. Es ist nicht nur אמה, die sachliche Wahrheit j der Dinge, es ist קושט, die aus dieser Wahrheit sich j ergebende und auf sie gegründete Anforderung der sittlichen! Wahrheit unseres Wesens, (siehe Ps. 60, 6.), welche wir! aus diesen אמרי אמה, aus diesen göttlichen Reden! der Wahrheit erkennen sollen, und nur tvenn wir diese! קושט אמרי אמה in uns anfgenoinmen haben, und sie j die שלישים, die beherrschenden Grundsätze unseres; Denkens und WollenS sein lassen, werden wir auch . denen die uns senden, um für sie die Wahrheit zu j erfassen und sic ״Wahrheit" zu lehren, auch in Wirk-! lichkeit אמרים אמה, in unsere Reden Wahrheit hinein-! bringen. Sind doch darum die Buchstaben der הורה! mir ״Waffen und Kronen," זיינין und הו.ק, ausgerüstet, wohl um sie eben als ׳שלישים erscheinen zu lassen. -Fortsetzung folgt.) oder 100 ncncnthüllte, heutzutage noch geltende, den Verkehr der Inden mit de!l Christen betreffende Gesetze der Juden; mit einer die Entstehung und Weitcrcut- - Wickelung der jüdischeir Gesetze darstellenden höchst intcr- : cssantcn Einleitung. Von Uv. 8 uftiitf, speculi opitex in lumim* vm-itat-is. Paderborn 1883. Druck und Verlag der Äonifaeius-Druckerei. (06 S.) Kritisch beleuchtet von Nublüiicr Di* G u geuheim cr in Kolin.; Fortsetzung.) Auch mit dem dritten Grunde, durch den der Verfasser des ״Iudenspiegel" die von ihuc behauptete! Identität uachzuweisen glaubt, hat er eine solche Ignoranz > auf dein in seiner Schrift behandelten Gebiete an den! Tag gelegt, daß seine Unwissenheit in ganz gleichen: ■ Niveau mit seiner Verlcumdtutgssucht steht: er sagt nämlich: ״Sollte mir Akum Sterndieiter gemeiitt sein,; daun fehlten ja deit Juden Gesetzesvorschriftcu in Bei Ziehung auf ihr Verhalten gegenüber den Ehristcn. Aber [ warum handeln sie denn nach den Gesetzen, die sich