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Jeschurun · 1883-03-15 · Heft 11 (15.3.1883) · p. 164

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 11 (15.3.1883)
Article
Salomonische Spruchweisheit
Date
1883-03-15
Page
164 (sequence 2)
Language
German
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164 Schlackcnsilberüberzng auf Scherben j (עד ist nicht nur der gerichtliche Zeuge, sondern Sind saugende Rippen bei schlechten׳. Kerzen.! 8cbcr, der sür Etwas als t^ewährmann dastcht. So NN!t seinen Vippcu verstellt sich der Tvcinb | in dem Satze עד פזפ^ם u. s. w. wer Täuschendes Und in seinem Innern birgt er Täuschung.; bezeugt, müßte verschwinden; der Mann, der nur Macht er liebenswürdig seine Slimme, glaub' ihm nicht, Sieben Abscheulichkeiten trägt er im Herzen. Haß kleidet sich in verlockende Täuschung, Aber seine Schlechtigkeit wird in der Seffentlichkeit kund. Der die Grube gräbt, sällt selbst hinein, Er wälzt einen Stein, der ans ihn selbst znrnckfällt. Lngcnznngc haßt die armen von ihr Betroffenen, Und ein glatter Äiund macht schtüpferigc Bahn. (K. 2l>, 23 — 28.) Mit dem Munde verdirbt der Schmeichler seinen Nächsten, Während durch Selbsterkenntniß Gerechte noch rüstiger werden. (50 11, 9.) Ein Mann des Unrechts, der seinen Nächsten überreden, Und ihn führen will ans nicht guten Weg, Kneift nur die Angen Verkehrtheiten zu ersinnen, Verzicht die Vippcit, und hat das Unglück fertig. (K. 10, '29. 30.) ' Bon Honigseim triefen die Lippen einer Entarteten, Und glatter als Del ist ihr Gaumen, Und ihr Ende ist bitter wie Wermnth, Schars wie zweischneidiges Schwert. (K. 5, 3. 4.) Eine tiefe Grube ist der Mund Entarteter, Wern Gott zürnet, der sällt hinein. (K. 22, 14.) Und nicht mir absichtlich kann Einer den Andern vom rechten Wege ableiten, auch absichtlos, durch unbesonnene, leichtfertige, das Ernste scherzhaft behaudclndc Reden können wir zrir Verirrung und;11111 Falle des Nächsten Veranlassung geben, was wir scherzhaft gemeint, kann von ihm als Ernst anfgesaßt, seine Gewissenhaftigkeit erschüttern, seine Sittlichkeit untergraben. Wie Einer, der zu seiner Erholung Blitze schlendert, Pfeile und Tod, (מתלהלה, v.,לאה - להד ermüden, im Piel von Müdigkeit erhoben.) So ist ein Mann, der seinen Nächsten täuscht, Und sagt: ich scherze doch nur! (5t. 20, 18, 19.) Sei auch nicht absichtlos ein deinen Nächsten schädigender Zeuge, Daß du mit deinen Lippen Verführung veranlassen würdest! Oder: Sei von nichts Grundlosem ein Zeuge deinem Nächsten, Du konntest mit deinen Lippen Verführung veranlassen. (K. 24, 26.) znhört, sollte immer reden. K. 21, 28. siehe oben. הנם wie 17 ,1 הנם שזרה הרשת. oder wie אל הרב והפרדה .30 ,3 עם ארם הנם zusammengesetzt ans Hisil und Piel. Nicht direkt verführen, aber Verantassnng dazu werden.) *• Auch daran, wenn wir sic recht verstehen, wollen unsere Sprüche erinnern, daß beim Gebrauch des Wortes das Unrecht oft an beiden einander entgegenstehcndcn Enden wäre und in solchen Fällen Schweigen dis allein Vernünftige sein würde. Weißt du etwas Hassenswürdiges vom Nächsten, so wäre cs ebenso unweise, deine Gefühle durch unwahre Beifatlsänßernngen zu bemänteln, als es nnweise wäre, Uebelredc über den Nächsten in Umlauf zu bringen, das einzige Richtige wäre: Schweigen. Was wir reden muß wahr sein, allein wir haben nicht alles was wahr ist zu sagen. Dies, wie wir glauben, der Sinn der Sprüche: Sowohl der Haß verdeckt mit Vugcnlippe. Als der, der Uebelredc äußert, ist nnweise. Bei vielem Reden bleibt das Unrecht nicht aus, Wer seine Lippen inuchält, handelt vernünftig. (K. 10, 18. 19.) ‘ ׳;A־OVti0lMIlll) folgt.) Sorccfooubcit.p itiiö MH richte 11. Deutschla 11 d. * Hannover, 13. März. Am 7. b. M. fand unter zahlreicher Betheilignng (von etwa 440 stimmberechtigten Gemcindemitgliedern waren 389 an der Wahlurne erschienen) die Wahl der drei Rabbiner statt, ivetche die hiesige Gemeinde auf den Wahlanfsatz zu bringen hat. Rabbiner Dr. Groncmanu zu Danzig erhiett mit 330 Stimmen, Rabbiner Dr. Goldschmidt zu Weilbnrg mit 214 Stimmen und Rabbiner Dr. Wedetl zu Düsseldorf mit 2<>3 Stimmen die absolute Mehrheit der Votanten. Die definitive Wahl findet dem Vernehmen nach voraussichtlich sehr bald statt. Frankfurt n. M.» 0. Mär; 1883. Ein Kolonisations Unternehmen im heiligen Lande, dessen verdienstvollerüNilbegründer sich gegenwärtig hier befindet, ist auf so gesunden wirthsckiaftlichen und religiösen Grundsätzen begonnen, und hat bereits einen so erfreulichen Anfang genommen, daß cs die Sympathie und thätige Förderung aller Freunde der jüdischen Sache verdient. Bereits im Jahre 1876 wurde durch die Herren David

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