Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1883)
- Issue
- Heft 9 (1.3.1883)
- Article
- Rußland : Petersburg [Nachricht]
- Date
- 1883-03-01
- Page
- 143 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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I יי 143 werden diese Fragen aufgeworfen. So schreibt die sehr konservative ״Petersburger Zeitung" Folgendes: ״DaS Bestreben, die Juden nach Möglichkeit in ihren Rechten einzuschränken und sie zurückzusetzen, zeigt sich in unserell Tagen vielfach. Hier will man ihnen den Betrieb irgend welchen Handels nicht gestatten, wie dies kürzlich die jüdischen Kauflentc auf dem Jahrmarkt in der Urjnpinskaja -Staniza im Dongebict erfahren mußten, dort wird ihnen nicht gestattet, ein Handwerk zu betreiben. Welche Wege bleiben denn den Juden noch offen? muß man sich unwillkürlich fragen. Es wäre nicht so schwer, noch einige Wege zu nennen, doch ist daS Betreten dieser auch durch allerhand den Juden einschränkende und beengende Vcrordnungen rticht minder erschwert. Ein neuer Schritt in dieser Richtung ist kürzlich in Kischincw gcthan worden. DaS Handwerkerantt daselbst hat, wie wir in den ״Russk. Wjed." lesen, eine Verfügung getroffen, nach welcher allen jüdischen Meistern, die ausländische Untcrthanen sind, verboten wird, in Kischincw ein Gewerbe zu betreiben. Es ist auch schon die Verfügnng getroffen worden, daß die Werkstuben solcher Handwerker geschlossen werden." Die geflüchteten Juden kehren thcilwcise in die Hcimath zurück, und eS steht zu erwarten, daß beim Beginn des Frühjahrs sie sich in noch größerer Anzahl wieder entstellen werden. Welchem Schicksale gehen sie entgegen, wenn in solcher Weise mit ihnen verfahren wird? * Petersburg, 25. Februar. Der ״RegierungS* anzciger" macht einen Kaiserlichen Befehl bekannt, daß eine besondere höhere Kommission aus Beamten verschiedener NessortS unter Borsitz dcS Staatssekretärs Makow eingesetzt werden soll, um sämmtliche auf die Inden bezügliche RcichSgesetze durchznsehcn und Entwürfe über nothwendigc Berändernngen derselben vorzubereiten. Dem Vorsitzenden dieser Kommission ist die Befngniß ertheilt, Sachverständige hcranzuziehcn. Entwürfe und Gutachten werden dem Minister des Innern zur weiteren Behandlung übergeben. (S. Nr. 2 dieser Zeitung ״Rußland".) Inserate werden die Ospaltige Petitzeile *$ H c$ rA/ß׳ |V Für den Inhalt derselben übernimmt die oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. ^Redaktion keinerlei Verantwortung. Jnserationöannahme für Frankfurt a. M. auch bei der Buchhandlung von I. Äaufsmann daselbst, ohne Preiserhöhung. . Zolidtße KksilgSisliklle echter Tokajer בשר Weine של 1 פסה ו נ Tischwein . fl 2.20 b. 2.40 östr. W. , 1 Bürger . . fl 2.00 b. 2.00 östr. W. I Szamorodnafl 0.10 b. 0.70 östr. W. > j Preise verstehen sich per '» Liter inl klnsive (Scbindc per Post portofrei! ] für Oestr.-Ungarn und Preußen gegen ] ^iadjualjmc. Die Weine stehen unter נ Aussicht eines verläßlichen משגיה j und wird auf Verlangen הביש ר vom hiesigen ehrwürdigen Obcrrabj biner eingescndct. Ebenso ist auch zu 1 haben: alter SchlivovitS und i ך Trcbcrbranntwein של 22ה* eigenes! 1 Erzeugnis; zn billigen Preisen. Lttdw. Neschofsky, Weinprodncent. Tolcsva bei Tokaj. Knaben, die hiesige Schulen besuchen, finden Ausnahme, gewissenhafte Beaussichtigung, Nachhilfe in allen Unterrichtsfächern bei M.־ Schweitzer, Lehrer Frankfurt a. M., Obermain-Anlage 20. Beste Referenzen. Für mein Leinen-, Weißwaarcn-! und Ansstener-E'eschäft suche ich einen ' Lehrling.! Auf Verlagen Kost und Logis im I Hause. ישבר- ה״ש geschlossen. Hannover. M. Stiebcl. 0^\jTZÄf Ausstattungen P mr Synagogen als rar och ■snonar- und Barehest! ecken, Thoramäntel etc. Sklzrcn, M&terlalprolteu etc. gratt«. Bcstp Referenzen. J. A. Hietel, Leipzig, Knnigl. Hoflieferant. Kunststickerei und Fahnen-^anut«4tur. Bei A. Gold 1' chmidt, Buchhandlung, Hamburg, erschien soeben: Esther. Thcilweise ganz verkehrtes, urkomisch-naives Purimspicl in 4 Auszügen. Mil den einfachsten Mitteln (ohne Bühne) darzustellen, mit bedeutendem Erfolge bercils aufgcsührt. Franko gegen Einsendung von 80 Psg. in Marken. ' Verufultg des Herrn Nabl -^^vittcrS Dr. EhodowSky -ist die j hiesige Oberlehrer- und Prediger- , stelle vacant geworden und soll baldmöglichst wieder besetzt werden.! Gehalt beträgt!800 Mark außer . Nebenverdienst. Die Stellung ist; eine öffentliche, definitive und erfolgt durch die Negierung, j Geeignete Bewerber belieben sich! unter Einsendung ihrer Zeugnisse i im Original oder in Abschrift an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden. התרת הורא׳ erwünscht. S. O. BTeymniin, Aurich. 1 Goldarveltergchülfc, Israelit, solide 1׳ und tüchtig, für ein Privatgeschäft gesucht.! Offerten unter Z 40 an die Expedition I dieser Zeitung.