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Jeschurun · 1883-01-25 · Heft 4 (25.1.1883) · p. 53

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Journal
Jeschurun
Volume
16 (1883)
Issue
Heft 4 (25.1.1883)
Article
Salomonische Spruchweisheit
Date
1883-01-25
Page
53 (sequence 2)
Language
German
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Würde zeugen (im Gegensatz zu זולל zu Schlechtigfeit und Gemeinheit) und Produkt des Fleißes sein. ' Auch bem durch einen Glückszufall gcwouueuen Lermögcn ist unsere Spruchwcisheit nicht hold, wenigstens traut sie ihm keine Dauer zu und meint, nur ';*קוב על יד, was Einer mit thätiger Hand nach und nach sammelt, das wird immer mehr, aber הדן, Vermögen, daS Einem plötzlich מהבל, aus Nichts geworden ist, das מהבל ימעט, das schwindet auch, weil cs keinen Boden hat, weil es aus Nichts beruht, gar leicht ivicder hin. Der mühelos Neichgcwordene wird gar leicht verschwenderisch, prunk-, und geuußliebcud, läßt leichten Sinnes das leicht Gewonnene in dem Dahn darauf gehen, er könne cs ja immer ebenso wieder gewinnen, das Glück sei ihm ja hold, und vergißt, daß selten zum zweiten Male ein großes Loos aus der Glückesurne zu ziehen vergönnt wird. Der קובץ על יד aber weiß, wie sauer ihm der Erwerb eines redlichen Pfennigs geworden, weiß, wie die ganze השגהה פרטית, die besondere göttliche Fürsorge dazu gehört, daß ein redlicher Manu auf rechtlichem Wege einen rechtlichen Pfennig verdient, ihm wird ein jedes Erworbene ein von Gott gewährtes ihm auvertrautes Heiligthnm, das er ebenso leichten und freudigen Herzens für Gott wohlgefällige Zwecke verwendet, als er sich ebenso verpflichtet fühlt, cs für solche Zwecke zusammenzuhalten und während das aus דזבל Gewordene, auf?ב" Beruhende keinen Boden hat, auf welchem und aus welchem es sich immer wieder erzeugen und weiter wachsen könnte, bleibt dem קובץ על יד die fleißige Thätigkeit der unverlierbare Boden, aus welchem das Vermögen langsam, aber mit stetem Fortschritt sich zu erzeugen und zu ergänzen vermag. Aber auch für den Redlichen und Fleißigen hat unsere Sprnchweisheit noch gar manche sehr zu beherzigende Lehren. Zuerst: אל תיגע להעשיר M ü he di ch n i ch t ab, reich zu werden. Reich zn werden sei nicht dein Ziel. Reichthümer zu sammeln ist ja nicht die Bestimmuug des Menschen; und einen Ncichthum zu bchalten, ist ebenso schwer, ja wohl noch viel schwerer, als Reichthum zu erwerben. Den Erwerb kannst du vielleicht Einem glücklichen Augenblick, einer günstigen Gelegenheit verdanken, die du so glücklich, vielleicht so verständig gewesen zu benutzen. Zur Erhaltung des Neichthums gehört aber eine fortgesetzte Gunst und glückliche Benutzung der Verhältnisse und — meint unsere Spruchweisheit — für eine solche seist du lediglich an ״deine Einsicht" gewiesen. Für die Erhaltung eines dein tägliches Brod sichernden Besitzstandes, kannst du auf den göttlichen Beistand rechnen und hoffen, kannst deinen Gott bitten: ״Gieb und erhalte mir mein tägliches Brod!" Aber auch für den Ueberfluß, für den Reichthum? Ueber wessen Lippen ginge die Bitte: ״Lieber Gott, mache mich zum reichen Mann! Lasse mich einen reichen Mann bleiben!"'? Daß du aber ohne göttlichen Beistand, lediglich mit deiner Einsicht alle die Verhältnisse und möglichen Umstände, die sind und eintrcsfen können, überschauen und berechnen kannst, denen du Vorbeugen müßtest, um dir deinen Reichthum zu erhalten, das rede dir nicht ein, מבינתך הדל: Denn, wie du nicht dein Auge immer starr offen halten kannst und dein Augenlied unwillkürlich von Zeit zn Zeit dein Auge schließt (העיף von עפעף), so kannst du auch nicht einmal unausgesetzt das Auge deiner Aufmerksamkeit auf deinen Ncichthum unverwandt offen halten, und ehe du dich dessen versiehst, ist dein Ncichthum fort; denn das Ueberslüssigc, der Reichthum, hat Flügel wie der Adler in den Wolken und die Vögel in der Luft; er fliegt dahin, du kannst ihn nicht halten. Darum: Mühe dich nicht ab um Etwas, was so flügge ist wie der Reichthum, אל תיגע להעשיר! Reich werden Viele, wie Viele bleiben reich'?! Eine zweite Lehre für den Fleißigen heißt: Bcsonucuheit! Uebcrlcge wie und wofür du deinen Fleiß einsctzest. Halte die Zeit des Vorbcdeukeus nicht verloren, weil dir durch Ueberlegung die Zeit zur Benutzung einer Gelegenheit verloren gehen könnte. בחשבות הרוצים. Die Uebcrlcgnngcn der Fleißigen sind immer znm Vortheil, selbst der Möglichkeit eines unbesonnenen Wagnisses entgangen zu sein, ist Gewinnst. ובל אין, und jede unüberlegte Raschheit bringt schaden, und vielleicht dann am Meisten, wenn sie gelingt. Denn gelungene Unbesonnenheit führt leicht zur Tollkühnheit, die Alles einsetzt und Alles verliert. — Und nicht nur um mit Glück seinen Fleiß zu bethätigcn bedarf es der Ueberlegung, ebenso bedarf es bei jedem Schrille des Erwerbfleißes der reifsten Ueberlegung ein איש אמונים z״ bleiben, die Gewissenhaftigkeit zu bewahren, die allein Segen verheißt. Ein אין להעשיר, wen eine jede Gelegenheit Etlvas zu verdienen reizt und zu unüberlegter Thätigkeit hiureißt, der bleibt nicht rein. Tettckfehlerberichtigttttg in Nr. Seite;}I), SpalteZ. 14 v. o. statt ״Als den" lies ״Als der".- ״ :Ni, ״ .. ״ ״ 17 ״ ,1 ״Als den״ lies ״Als der". ״ IN, 1, ״ ״ ״ ״ 17 ״suchenden" lies ״Suchende". ״ ״ ״ ״ 21 ״ ,2 ״ ,<)3 ״;u einer" lies ״zu immer'. 1 ״ ,1 ״ ,<)3 ״ v. n. ״ ״steigernde" lies ״steigende'׳. Die Me-ttlikschmg des Daitnaufrfdjen Amdnil!!muils.!'Fortsetzung.') Und den Anderen sagen wir: Wer in seinem engsten Kreise machtlos ist, wer es nicht verstanden hat, für die Beobachtung der religionSgcsetzlichen Vorschriften

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