Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1867-1868)
- Issue
- Heft 4-5 (Januar 1868)
- Article
- Kampf und Sieg
- Date
- 1868-01-01
- Page
- 171 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Aarichs und Sieg. 171 Leicht ist Druck, — süß, ohne Stachel Schmerz, ja Tod. Doch Hohn, Verachtung — Wild durchzuckt's mit jähem Wehe, Füllt mit Krarnpfesweh die Brust. Der den Scheiterhaufen trotzte, Den die Folter nimmer schreckte —: Weich blickt er zu Gott um Kraft auf, Wenn — sonst Edle — ihn verkennen. Zwar die Flammen find «loschen; Nicht mehr droht uns Tod und Marter t- Ist auch schon der Prüfung herbste, Ist Verkennung ganz geschwunden? Doch sowie der Bergmann vordringt, Wie der Krieger vorwärts stürmet: Also vorwärts stets Jisrael, Unbeirrt auch von Verkennung. Denn der Sieg ist sein! Die Zukunft Unabwendbar sein, das weiß es. Jede Blüthe reinen Menschthums Ist ihm Bürge seines Sieges. Die Unsterblichkeit ihm Bürge. Seit nunmehr dreitausend Jahren Stand es an der Wieg', am Grabe Der gewalt'gen Völkergrößen. Wenn darum zusammenstürzet, Was für Ewigkeit gebaut schien: Juda weint mit den Gestürzten, Juda wankt bei keinem Sturz.