Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1867)
- Article
- Von den Beziehungen der allgemeinen Bildungselemente zu der speciell jüdischen Bildung
- Date
- 1867-05-01
- Page
- 268 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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:268 ״Monudsn- Veziehüngencher^allgemelnen ׳ setzgebers des! Himmels und der Erde ׳ denken zu lehren, ist nicht daö letzte Ziel der Gottesschrist. Sie schliesit das Buch der Natur, um uns dc>S ״Büch der Menschengeschichtc" anfzuschlagen, um uns, mehr noch als in dem ewigen Glcichklange alles Herrliche» und Großen des physischen. Daseins, die ״Gange Gottes" und die Nahe Gottes in den Entwickelungsphasen der sittlichen Menschen- und Völkergeschichte schauen zu lehren. Sie zeigt uns das Gotteswerk der physischeu Schöpfungsgeschichte geschlossen, aber das Gottcswerk der sittlichen Menschheiterziehung, die Erziehung der Menschen und Völker zur freien Huldigung deS sittlichen Gottesgesetzes, wie alle übrigen Wesen dem physische» Gottesgesctze unfrei huldigen, erst begonnen, und fortdaucrn bis an's Ende der Zeiten. Sie stellt den Baum der ,,Erkenntniß des Guten und Bösen" als Ausgangspunkt und Problem aller! Kulturgeschichte, deren Inhalt noch heute nichts ist, als die! freie Entscheidung des Menschen, thicrgleich nur »ach dem Liktäte der Sinnlichkeit ״gut und bös" zu erkenne», oder menschenwürdig sich für den Gottcsgehorsam, sich für das sittlich Gute zu entscheiden, obgleich es der Sinnlichkeit widerstrebt, das sittlich Böse zu meiden, obgleich es mit allen Reizen des Vortheils und des Genusses die Sinnlichkeit lockt. Sie zeigt uns, wie ganze Menschengeschlechter unter der Herrschaft der Sinnlichkeit zu Grabe gehen, aber über die neue Erde und das neue Menschengeschlecht der sicbcnfarbige Fricdcnsbogen des göttlichen Erzichungsbundcs die Verheißung hinleuchtett daß fortan in mannigfachster Schattiruug das Eine Menschengeschlccht aus einander gehe» werde, wie aber der letzte, dunkelste > Hauch des! gebrochenen Strahles ein Kind des Lichtes noch bleibt, - also auch der göttliche Lichtstrahl im Menschen nicht verloren gehen, im entferntesten, gebrochensten, dunkelsten Sohn des Menschengeschlechts noch das Göttliche waltend bleibe, und die erziehende Hand des Vatcrs der Menschheit sie nicht verlasse, bis sie alle zu dem Einen, reineu, göttlichen Lichte sich wieder vereinen. Sie bewahrt uns das älteste welthistorische Sehcrwort, das wie ein PharuS am Ufer der sonst f wirr durch einander wogenden Völkergeschichte leuchtet, das Wort, s das von ihrer Wurzel an die Summe der Völkererscheinungcu dreis thetlig begreift und spricht: ״Gcmüther der Menschen wird Gott | Japhe öffnen, einziehen aber in die Hütten Sem's, und Cham wird!! ihnen sich huldtgrnd beugen!" Siezeigt -uns -damit aktive und pas- |