Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 7 (April 1867)
- Article
- Frankreich : Paris [Nachricht]
- Date
- 1867-04-01
- Page
- 251 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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251 entdeckte Grab-Inschrift. Von seinen verschiedenen Werken sind besonders zu erwähnen seine preisgekrönte ״Notice sur Ab out Wallid Merwau“, seine Philosophie und philosophischen Schriften der .Inden (Leipzig 1852), und seine Uebersetzung aus dem arabischen Urtext des rnaimonidischen philosophischen Werkes: ״None Newocliim“ (Lehrer der Verirrten). Seine literarischen Verdienste wurden durch Ernennung zum Mitgliebe der Academie frangaise in der ehrenvollsten Weise anerkannt, sowie er überhaupt in allen Kreisen der Gesellschaft sich die größte Achtung erwarb. Zn den letzten Jahren war er völlig erblindet. (Did.) England. London, 30. März. Im ׳Unterhause lenkte gestern Sir F. Goldsmid die Aufmerksamkeit des Hauses aus die traurige Lage der Juden in Serbien, die fortwährend noch barbarischen Verfolgungen ausgesetzt seien, und fragt den Staatssekretair des Auswärtigen, ob in Folge der Korrespondenz der englischen Regierung mit Serbien eine Hoffnung vorhanden sei, daß die serbische Regierung ihren jüdischen Unterthanen eine bessere Behandlung angedethen lassen werde. Lord Stanley erwidert, er sei gewiß, daß das Haus einstimmig und aufrichtige Sympathie mit den serbischen Inden fühle, und wie Zederman zugeben werde, habe die englische Regierung ein moralisches Recht, der serbischen Rath zu ertheilen. Es lasse sich, wie er fürchte, unmöglich leugnen, daß das Benehmen Serbiens gegen die dort lebenden Juden weder eines christlichen noch überhaupt eines civilisirtm Gemeinwesens würdig sei; indeß glaube er, daß die Schuld viel mehr an den Vorurthetlen und der Bigotterie des Volkes als an den schlechten Absichten der Regierung von Serbien liege. Die englische Regierung werde wie überall, so auch in Serbien, ihren Einfluß Ln ruhiger und unaufdringlicher Weise für die Sache der Duldung uud Menschlichkeit ausbieten. Der Fürst von Serbien sei iw. Begriffe Konstantinopel zu besuchen, und wenn die dortigen Inden ihm eine Denkschrift zu Gunsten ihrer Glaubensgenossen überreichen wollten, werde dieselbe vom brittischen Gesandten nachdrücklich unterstützt werden. Herr Layard benützt diese Gelegenheit, um Zeugniß für die Duldsamkeit und Gerechttgkettsliebe der Türken abzulegen. In Konstantiuopel, sagt er, wo es viele Juden giebt, haben manche sich zu großer Wohlhabenheit und Regierungsanstellungen allsgeschwungen. Die großen Feinde der Juden in der Türkei sind nicht die Mohamedaner, sondern die Christen; und sie. sind es nicht aus Haudelsneid, wie man geglaubt hat, sondern aus Bigotterie. Jlch glaube, es wäre den Juden unmöglich in Griechenland zu leben. Während der Charwoche müssen die Juden sich in ihre Wohnungen einschließen; denn wenn sie sich auf der