Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 6 (März 1867)
- Article
- Sir Moses Montefiore's Bericht über seine Sendung ins's heilige Land
- Date
- 1867-03-01
- Page
- 206 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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206 Sir Moses Moktesiore's Bericht re. übrigen schweren in dem Schriftstücke enthaltenen Anklageii sprechen, will aber schon jetzt die Aufmerksamkeit auf das überzeugende Fäktum lenken, daß der Name der Person die-dem Nev. Or. Maclod Informationen gab und sich östcrr. Consnl in Safed nannte, Microlawsky ist, während es klar bewiesen ist, daß niemals eine Person dieses Namens die Funktion eines Consuls in dieser Stadt versehen hat. In der That bleiben nur zwei Möglichkeiten bestehen: entweder hat sich ein fast wunderbarer Wechsel im Charakter der Juden von Safed im Verlauf eines einzigen Jahres vollzogen, oder der Rev. ve. Maclod wurde durch eine von einem Betrüger erfundcne Geschichte getäuscht; cs dürfte nicht schwer zu entscheiden sein, welche von diesen beiden Vermnthungen die größere Wahrscheinlichkeit für sich hat. Ich brauche Ihnen kaum zu sagen, daß das Zeugniß, welches mir von dem östcrr. Consnl zu Safed überreicht wurde, eine Quelle der höchsten Befriedigung für mich war, und ich bin überzeugt, es wird Ihnen und allen unfern Brüdern ebenso erfreulich sein, die von der Beschuldigung der Juden zu Safed durch Mierolawskh oder einen ändern angeblichen öftere. Consnl gehört haben. Die Einwohner von Tiberias und Bekoa richteten ebenfalls um diese Zeit Gesuche an mich, in denen sie baten, ihnen die Betrcibung des Ackerbaus zu ermögliche»; die letzteren litten besonders sehr viel während des jüngsten Krieges oder Streites zwischen JosephKaram und Dand Pascha; ihr Vieh, ihre Fcidcrzeugnisse und all' ihr bewegliches Eigcnthnm und selbst ihre Frauen wurden ihnen mit Gewalt weggenommen. Ich unterstühte sie mit einem kleinen Betrage und versprach, ihre Sache meinen Freunden vorzustcllen. Donnerstag den 4. April, ließ ich, in der Absicht den Armen des heiligen Landes einen Dienst zu erweisen, diejenigen Armen, die mir von den Repräsentanten der Gemeinden bezeichnet wurden, daß man ihnen die Mittel zur Auswanderung von Jerusalem und seiner Nachbarschaft verschaffen solle, zu mir kommen. Bei dieser Gelegenheit war ich Zeuge einer Scene, die ich der Wiedererzählung würdig halte. Eine junge Wittwe wurde zu der bestimmten Stunde bet mir eingeführt; dieselbe zählte höchstens zwanzig bis zwei und zwanzig Jahre. Ihr Mann war während der jüngste» Cholcraepidemie gestorben und hinterließ die arme Frau mit drei Kindern, von