Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1866)
- Article
- Frankreich [Nachricht]
- Date
- 1866-12-01
- Page
- 110 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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110 entnehmen, hinzu, welches Schicksal die bmm Conseil d’Etat gegen die Wahl einer gewissen Anzahl von Depntirteu und die, wie man sagt gegen das Ergebniß der Conclave eingelegten Proteste haben werden. Aber nach wie vor der Abstimmung halten wir die über die Wahl des Oberrabbiners von Frankreich gemachten Bemerkungen aufrecht. Unser Ge.wisscn hat gesprochen und die Wahrheit wird sich Bahn brechen. Sir Moses Morttefiore/s Bericht über seine Sendung ntts heilige Land. London, den 28. August 5626/i 666. An Herrn I. M. Monwstore, Präsident des Londoner Comite's der Deputaten der Israeliten in England. Mein werther Herr, Sie waren so gütig, mir im Februar d. I. im Namen des Board, welchem Sie so würdig vorstehen, Abschrift eines einstimmig gefaßten Beschlusses zu übersenden, in Betreff des Hülfs-Fouds, welcher geschaffen wurde um teu Israeliten des heiligen Landes, die durch Dürre, Heuschrecken ׳und Cholera in tiefes Elend gestürzt worden sind, zu Hülfe zu kommen. Dieser Beschluß ging dahin, daß der Board, nachdem er metne Absicht Palästina von Neuern zu besuchen und meine Einwilligung die durch Subseription gefaiumelteu Mittel, falls der Board es wünschen sollte, ihrer Bestimmung zuzuführen, erfahren habe, mich beauftrage diese Summe!; nach dem Wunsche der Geber zu verwenden. Aus den Nachrichten, welche ich Ihnen von Zeit zu Zeit während meines Aufenthaltes in Jerusalem mit Vergnügen zugehen ließ wissen Sie, daß ich durch die Gnade des Allmächtigen tm Stande gewesen bin das zu vollbringen, was ich für die sechste Reise utts heilige Land beabsichtigt hatte. Ich hatte die Genugthnung meine bescheidene Gabe in die Hand der Wittwen, Waisen, Blinden, Kranken und Benöthigten zu leger!. Ich hatte sowohl durch persönliche Wahrnehmung als auch bei den höheren Autoritäten des Landes eingezogene Erkundigungen die Mittel erkannt, welche am Besten geeignet finb künftighin den Folgen der Calamttäten, welche dieses Jahr so schreckliche Wirkungen hatten, vorzubeugen. Indessen, abgesehen von meinem eigenen Beitrage, verwandte ich aus den! Hülfsfonds nur 200 Pfund für den später angegebenen Zweck und hoffe, mach der! Versicherungen der Bevölkerung von Jerusalem, den Absichten der Geber gernäß gehandelt zu haben. Den Grundstock des Hüifs-Fonds reservirte ich für die Einrichtungen, welche ich im Verfolge dieses Berichtes anseinandersetzen werde.