Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1866-1867)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1866)
- Article
- Risse
- Date
- 1866-10-01
- Page
- 23 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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/ Nisse. Von S.. . (Fortsetzung.) ״Einmal," fuhr Edmund nach einer Weile fort, ״eS war an einem Freitage, forderte er mich auch auf, ihn auf einer kleinen Tour zu begleiten. Großpapa war gerade auf einige Tage verreist, und so bat ich Großmama um Erlaubniß und erhielt sie auch. Wir fuhren nach D», das ist, wie du wohl wissen wirst Mama, zwei Stunden von B. Der Onkel verspätete sich zufällig bet einem Geschäftsfreunde und so kam es, daß gerade, als wir am Bahnhof ankamen um nach Hause zu fahren, der Zug vor uns voriiberbrauste und wir znrückbleiben mußten. Ick war sehr erschrecken, der Onkel aber beruhigte mich und sagte, wir könnten ja mit dem nächsten Zuge fahren. — Aber Onkel, rief ich, der nächste Zug kommt ja erst um acht Uhr nach B., und um sieben Uhr beginnt schon der Sabbath. — Onkel Philipp lachte und sagte, na so bleiben wir in N. Ich glaubte, er spräche in vollem Ernst, denn der Zug kam gerade um fünf Minuten vor sieben nach N. Ich machte ihn deßhalb aufmerksam, ob er nicht an Großmama und Tante Jda telegraphiren wollte, daß sie unseretwegen nicht besorgt wären. Er lachte wieder, sagte ich wäre ein gelungener Junge, ich sollte aber nur ruhig sein, er würde Alles auf's Beste besorgen. Um sechs Uhr fuhren wir also ab, und als es ungefähr dretviertel auf sieben sein mochte, nahm ich meinen Rock und meinen Regenmantel zusammen, um sobald wir in N. angelangt sein würden, aussteigen zu können. Der Onkel fragte warum ich das thäte, ich sagte es ihm, aber er erwiederte ich sollte nicht kindisch sein, in N. könnten wir nicht blcibcn, wir müßten noch heute nach Hause. — Aber am Sabbath können wir doch nicht fahren, rief ich ganz erschrocken bei dem Ge-