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Jeschurun · 1866-08-01 · Heft 11-12 (August 1866) · p. 416

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1865-1866)
Issue
Heft 11-12 (August 1866)
Article
China : die Juden in China [Nachricht]
Date
1866-08-01
Page
416 (sequence 2)
Language
German
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brew Foreign Mission Society) 5000 Dollars in seinem Testament. Das Kapital muß sich jetzt, d״ es nicht zu dem Zwecke verwendet worden ist, nahezu verdoppelt haben; ob jene Gesellschaft noch existirt weiß der Occident nicht. Ebenso wenig wurde etwas aus der Reise des Dr. Eckmann aus St. Francisco, der sich bereit erklärte unsre jüdischen Brüder in China aufzusuchen, der Occident erfuhr nur vor ca. 10 Jahren, daß zwei Knaben aus jener jüd. Kolonie in Kai-fung-foo in Shangai waren, aber man weigerte sich aus gewissen Gründen diese Knaben nach England zu schicken, um sie dort, wie es beabsichtigt war, unterrichten zu lassen und sie später als Lehrer für die andern wieder zurückzusenden. Seit langer Zeit verlautete dann nichts mehr über die Angelegenheit, als vor einiger Zeit der Jewish Chroniele folgende Mittheilung brachte: ״Der ״Nord China Heraicl“ vom 7. April enthält einen Bericht über die Reise des Dr. Martin von Pekin nach Shangai die in den Monaten Februar und März auf einem von Europäern noch nicht bereisten Wege gemacht wurde. Der Bericht wurde vom Reisenden vor einer außerordentlichen Versammlung der North-China- Abtheilung der Royal Asiatic Society am 29. März 1866 verlesen. Dr. Martin, der die Entfernung von Kai-fuug-foo in Honan auf 470 Meilen angiebt, gab sich Mühe sich mtt der gegenwärtigen Lage der Juden, die sich vor langer Zeit dort angesiebelt haben, bekannt zu machen. Der Bericht ist kurz folgender: Die jüdische Kolonie wurde im letzten Stadium des Verfalls angetroffen. Sie haben alle Kenniniß der hebräischen Sprache verloren, wiewohl sie noch einige Kopien des Gesetzes auf Pergamentrollen bewahren. Ihre Synagoge schon seit langem in ruinhaftem Zustande wurde vor Kurzem niedergerifsen, ihre Balken für Nahrung von den blutarmen Leuten verkauft, und die steinernen Tafeln, die ihre Geschichte vergegenwärtigen, sind allein übrig und bezeichnen den Standort. Man schätzt ihre Glieder auf 3 — 400; da aber alle Gebräuche ihrer Religion seit dem Tode ihres letzten Rabbi's außer Uebung sind, schwinden die schwachen Spuren, die sie noch von den umgebenden Heiden unterscheiden, schnell hinweg. Noch eine weitere Generation und sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach aufgehört haben als besondere Gesellschaft zu existiren." Der Bericht des Dr. Martin wird durch eine Rede des Dr. Smith, Bischof von Viktoria in China, bei der jährlichen General- Versammlung der Convertion Society in London bekräftigt. Später erschienen mehrere Artikel im Jewish Chroniele, die, angeregt durch Dr. Martins Bericht, die Aufmerksamkeit der jüdischen Gesammtbeit auf jene beklagenswerthen Zustände unsrer Glaubensgenossen lenken wollen. Aus ihnen geht auch hervor, daß das obenerwähnte Comitä in New-Orleans noch besteht, und fordert man auf, da die chines. Rebellion jetzt zu Ende und damit das Hinderniß, das sich dein srü-

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