Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1865)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1865-07-01
- Page
- 336 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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336 Anzeigen. Aufruf. In der Nacht vom 22. zum 23. April ist die Stadt Frankenau durch eine Feuersbrunst zerstört. Alle Mitglieder der dortigen jüdischen Gemeinde bis aus zwei haben durch den Brand ihre gesammte Habe verloren. Eine erst im vergangenen Jahre von der an sich nicht zahlreichen Gemeinde neu erbaute Synagoge ist ein Raub der Flamme geworden und sieht sich die so schwer heimgesuchte Gemeinde völlig außer Stande aus eigenen Mitteln den Wiederaufbau ihres Gotteshauses zu bewerkstelligen. Sie wendet sich daher mit der herzlich dringenden Bitte an alle ihre Brüder nah und fern ihr zum Wiederaufbau ihres Gotteshauses mit Spenden freigebiger Bruderliebe zu Hülfe zu kommen und hoffte an die opferfreudigen jüdischen Herzen keine Fehlbitte zu richten. Die verehrt. Redaktion dieses Blattes wird für uns bestimmte Gaben entgegenzunehmen die Güte haben, und möge reichlicher Segen alle uns zu Hülfe Kommende lohnen! Die israel. Gemeinde zu Frankenau. Wir sind gerne bereit Spenden für diese hartbetrvffene Gemeinde entgcgenzunehmeu. Die Redaktion. N a ch r n f. Indem ich mit diesen Zeilen deö Hinscheidens des jüngst verstorbenen Moritz Weil gedenke, wünsche ich nur einen aufrichtigen und dauernden Tribut seinem Andenken als eines Mannes von schätzbarem Werthe im Privat- und öffentlichen Leben zu zollen. Ich kannte ihn genau und lange. Von Charakter war Herr Weil gütig und edel, als Geschäftsmann pünktlich und ehrenhaft, eifrig in Allem, was er unternahm und zuverlässig in Allem was er versprach. Er war ein liebender Gatte, ein nachsichtiger Vater, ein warmer Freund, ein gefälliger Nachbar und ein Wohlthäter der Armen. Er ward in der Blüthe seines Lebens und seiner Thätigkeit hinweggenommen und hinterließ eine trostlose Wittwe, unmündige Waisen, zahlreiche Freunde und Verwandte, die alle seinen frühzeitigen Verlust betrauernd. Hoffen wir, daß ihr Verlust seine Erndte sei. Es ist dies der Weg alles Fleisches und bald werden wir alle dorthin wandern, ״wo die Bösen aushören zu stören und die Müden zu Ruhe kommen", dorthinab wo der Schlaf ohne Traum ist, bis zu dem Tage hin, an welchem der Posaunenrus die Todten zur Auferstehung weckt. Lone lieth he, whom ־wife and children clieered, Lone lieth he, to many friends endeared; And all his actions must henceforth be Only poor echoes, haunting memory! L. D.