Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1864-1865)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1865)
- Article
- Lel Schimurim
- Date
- 1865-06-01
- Page
- 302 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Lel schimurim. Soweit der Himmel reicht, so weit der Vollmond leuchtet—: Ein Mahl sie Alle eint, Ein Quell ihr Auge feuchtet, Ein Geist sie All' durchblitzt, Ein Puls sie All' durchfließet, Ein einzig Vaterhaus sie Alle, All' umschließet! — — — O wer in solcher Stunde In Jakob's Hütten schaut, Die stillbeglänzten Räume, Den Frieden, so innig und traut, Dem hebt die Brust sich höher Dem pocht das Herz so laut — Wie einst dem fremden Seher Quillt's ihm auS tiefster Seel': ״Wie schon sind deine Zelte ״O einzig Israel!!" — Lei schimurim — das ist das Wort Das stammt von Juda'S cw'gem Hort, Das uns bewahrt in Sturmeswuth Und in der Scheiterhaufen Gluth — Das lehrte stets: ״Verzage nie! Verzweiflung Juda'ö Hütten flieh! Wenn dich auch decket tiefste Nacht — Zn ihr Israels Hüter wacht!" Im Dunkel alles Leben keimt Dem Morgen still entgegenträumt, Im Dunkel schlummern alle Kräfte Verjüngen neu sich alle Säfte — Hört ihr's nicht flüstern durch die Nacht: ״Ich schlafe — doch mein Herz, es wacht!" Es flüstert der Sterne hell funkelndes Heer: ״Ani jescheno — libi er!" —