Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1863-1864)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1864)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1864-01-01
- Page
- 141 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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14t Armen Palästinas uns einschickeu zum Wohle dieser selbst stets mit allen Kräften, und nicht ohne Erfolg, entgegengetreten ist. Eine Vereinbarung über den Modus der Vertheilung der Armengelder mit allen Gemeinden der vier h. Städte Jerusalem, Säffet, Hebron und Liberia ist auch nur unter der ausdrücklichen B edingung getroffen, daß sie keine Sendboten nach jenen Gegenden, aus denen sich durch unsere Vermittelung die Gaben empfangen, unter welcher Gestalt es auch sein mag , abfertigen; wollen sie anders den ihnen gebührenden Antheil nicht zu Gunsten der übrigen Gemeinden einbüßen. Vor einigen Monaten kam der von der Gemeinde Peruschim in Jerusalem zur Einsammlung von Gaben für die Vollendung einer auf der sogen. חורבת רבי יחורה הסיד ז״ל aufgeführten prachtvollen, aber weil ihr noch Thüren, Fenster, äußerliche Verzierungen und innere Ausstattung fehlen, dem Gotterdienste noch nicht übergebenen Synagoge abgeordnete Rabbi Morde chai ben Salomo» hier an, die Bitte aussprechend, ihm unsere Zustimmung zu ertheiten auch in hiesiger Gegend, gleichwie in England, Wien, Berlin und Breslau, schon geschehen, Sammlungen für den umschriebenen Zweck zu veranstalten, welche ihm zu verleihen wir nach obiger Auseinandersetzung selbstredend aber nicht befugt waten, da eine Abweichung von der allgemeinen Regel uns nicht statthaft erscheinen konnte. Nachdem wir aber die glaubwürdigsten Zeugnisse besttzen, daß erwähnte Synagoge, von der dringendsten Nothwendigkeit hervorgerufen, wirklich ei» außerordentliches Gebäude zu werden verspricht, und, dem Ewigen geweihet, noch immer verwaist dasteht, durften wir den dringenden Bitten der Absender sowohl als des Abzesandten nicht ganz und gar widerstehen, und solchergestalt unsere wohlthätigen Glaubensbrüder in den angränzenden Ländern der Gelegenheit berauben, auch ihr Schärflein zu diesen! Gottgefälligen Werke beizntragen. Wir erklärten uns deßhalb unter der ausdrücklichen Bedingung, daß der Sendbote zur Ersparung weiterer Reisekosten nach seiner Heimath zurückkehre, zur Ehre Gottes bereit die Sammlung in allen zu unserer Verwaltuug gehörenden Städten selbst in die Hand zu nehmen; derselbe willigte in unsere Bedingung, reiste nach seiner Heimath, vvn wo wir die Anzeige sei- »er glücklichen Ankunft erhielten, verbunden mit der Bitte Seitens der Vorsteher der Peruschiin-Gemeinde die versprochene Sammlung in diesen Ländern nunmehr in Angriff zu nehmen Es ergeht nun demzufolge unsere ergebene Bitte an die verehrten Herren Rabiner, Gemeitldr-Lorsteyer und Cassirer der Armengelder des heilige» Landes, dieser Aufforderung gefälligst die ausgedehnteste Verbreitung in ihren resp. Kreisen zu geben und eine außerordentliche Sammlung zu Eingangs erwähntem Zwecke