Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 12 (September 1863)
- Article
- Elul
- Date
- 1863-09-01
- Page
- 530 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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530 Einleitung zum Jesatar. Zcsaiar und seine Welt. Gesctzesheiligthums gesammelt, in Palästina findet die Zukunft Israel, dort suchen es die Völker auf, und dorthin ist es nicht zurückgekehrt um dort etwa die in der Zerstreuung von den Völkern gelernten Weisen der Kultur und des Staatslebens in Begründung eines eigenen Staates zu üben, sondern dort ist es wieder gesammelt um die von Gott gelehrten Sitten des Menschen und Wege des Bürgers zur vollen Verwirklichung zu bringen, und so durch die Kennsniß und Erfüllung des Gesetzes und des Gottes-Wortes, sich zum Priestervolk für die Menschheit zu befähigen. Nicht die europäische Kultur wird nach Palästina getragen, sondern die Kultur der Menschheit durch Gottes Gesetz und Wort wird aus Palästina geholt. Nicht endlich den Sieg des Glaubens, sondern den Sieg des Gesetzes bedeutet diese Zukunft. Der Sieg des Glaubens, das siegreiche Durchbrechen des Gottesbewußtsetns in der Brust aller Menschen" und Völker mag vorangehen, die Huldigung der ausschließlichen Gotteswaltung in Natur und Geschichte, das Beugen vor der Gotteshoheit, die Verehrung seiner Macht und Größe, das Bewußtsein der völligen Abhängigkeit mag vorangehen und die Vorbedingung sein um״ die Rückkehr der Menschheit zu Gott zu vermitteln. Allein so lange diese Verehrung und dieses Bewußtsein die Menschen nur in die Tempel führt um ״Gott ihre Verehrung und Anbetung zu bezeugen", um ihm ״den Zoll ihres Dankes zu bringen", trat an seinen Altären Trost für die Gegenwart und Hülfe für die Zukunft zu suchen, kurz so lange die Menschen nur mit ihrem Geschicke, nicht ^aber auch und zwar in allererster Linie mit ihrer That mit Gott in Verbindung treten, immer nur Trost und Hülfe, nicht aber zu allererst Gesetz und Lehre von Gott erwarten, und zwar nicht nur für das individuelle Menschenleben, sondern Gesetz und Lehre für das ganze Menschen- und Volksleben, so lange dämmert auch noch nicht ein Strahl von jenem Bewußtsein durch, das einst am Ziele der Tage die Völker Hinaufrufen wird zu Gott um durch die Huldigung seines Gesetzes im Menschen- und Volksleben sich den wirklichen und wahrhaftigen ewigen Frieden auf Erden zu sichern. Nicht im ״Glauben an Gott", in dem seinem Gesetze gehorchenden Pflichtbewußtsein winkt die Erlösung der Menschen und Völker. Gesetz und Lehre soll von Zton-Jeruschalaim ausgehen! Wie in dem מרדכי ו und באורחתיו angedeutet sein dürfte, daß