Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1863)
- Article
- Eine Judenvertreibung in Amerika
- Date
- 1863-05-01
- Page
- 367 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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(Siue Zudenveplreibung in Amerika. 367 der jetzt im Felde kämpfe, nicht ungehört tadeln und beantragt die Vertagung der Resolution aus unbestimmte Zeit- Mr. Wilson sagt, General Grant habe eine Ordre erlassen die Niemand für recht halte, die auch sogleich "zurückgenommen sei und hielt die Sache dadurch für erledigt, Mr. Hall beantragte die Resolution ans den 'Tisch des Hauses ntederzulegen, was auch mit 30 gegen 7 Stimmen angenommen wurde. Ueber einen ähnlichen Antrag, der in den bestimmtesten Ausdrücken einen strengen Tadel des General Grant verlangte, wurde auch im House of Representatives mit 86 gegen 53 Stimmen einfach zur Tagesordnung übergegangen. Wir wollen — fügt noch der Occid. über diese unglaubliche Mißachtung des Rechtes von Setten der beiden höchsten Behörden des Landes hinzu — nicht allem Ausdruck geben, was wir über diese Sache denken, es bedarf wahrlich nicht eines einzigen Wortes unsererseits um das Herz jedes Juden, nein jedes Freundes der Humanität mit der höchsten Indignation zu erfüllen, daß solche Dinge im freien Amerika sich ereignen können. Wir sind nicht darüber überrascht, daß, wie die Zeitungen berichten, am folgenden Tage die Juden in Newhork warm über diesen Schimpf wurden. Was konnte man anders erwarten? sollten wir die Hände in den Schooß legen und ruhig zugestehcn, daß die schimpfliche That recht war? daß wir sie verdienen, als eine besondere Klasse, mit mittelalterlicher Grausamkeit behandelt und nach Willkühr eines unverantwortlichen militärischen Despoten verbannt zu werden? Wir sagen eines un- Verantwortlichen, Weil Weder Senat »och House of Repräsentatives ihn je tadeln wird, als ob die Sicherheit des Landes darauf beruhe, daß der General der 13. Armee sein Commando behalte und j es nicht ntederlege, jelbst wenn die Repräsentanten des Volkes durch ihr Votum die Uebcrzeugnng aussprechen würden, daß er eine Autorttät usurpirt, die im niemals übertragen worden sei. Ist es gerecht, daß diejenigen, die gewählt sind, Gesetze für das Land zu geben, nicht offlciell erklärt haben, daß sie einen Act verdammen, der nach dem Urtheile aller erleuchteten Männer nur I in ähnlichen Geschähnissen des Mittelalters ihres Gleichen finden, ' wo Priesterherrschaft im Verein mit der Ignoranz der Massen