Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 7 (April 1863)
- Article
- Aus der Gegenwart
- Date
- 1863-04-01
- Page
- 315 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Bon S... SIS genben Balkon an der Vorderseite des Hauses, übersah man die lachende Umgegend. Zm Parke wechselten schattige Banmgänge mit freien Plätzen, in deren Mitte kleine Pavillons mit bunten Glasfenstern, oder plätschernde Springbrunnen mit mancherlei Statuetten verziert. Es war gegen Abend als Arthur mit den Seinen anlangte. Er hatte es absichtlich so eingerichtet, denn am folgenden Tage war Arabellas Geburtstag, und da gedachte er sie durch alle die Einrichtungen und Anlagen, bei denen er weder Kosten noch Mühe gespart hatte, zu überraschen. Als Arabella am folgenden Morgen erwachte, glaubte sie fast zu träumen. Statt des gewohnten Geräusches der volksbelebten Straßen, vernahm sie nichts als das liebliche. Zwitschern der Vogel, daS Plätschern der Fontänen und das leise Säuseln des Windes, der durch die Blätter rauschte ״Wo bin ich, Arthur?" rief sic dem eintretenden Galten entgegen, der leise die Thüre geöffnet hatte, und ihr seine Glückwünsche zu bringen kam. ״In deinem Landhanse, Herzchen." ״Wirklich? das hätte ich nicht geglaubt, ich dachte ich wäre in irgend einem bezauberten Schlosse, so wundersam herrlich ist's hier." ״Wie froh bin ich, daß es Dir gefällt", erwiederte er und umarmte sie herzlich. Nach dem Frühstücke konnte Arthur cs sich nicht versagen, seine Gattin selbst in alle Thcile des Gebäudes und des Parks umher zu führen, und fast auf jedem Schritte begegnete ihr irgend eine zarte Aufmerksamkeit ihres Gatten. Von so vielen Beweisen seiner innigen Liebe gerührt, dankte sie ihm mit thränenden Augen, und Arthur war überglücklich als er seine Gattin so beglückt sah. Als der Tag sich zu Ende neigte, versammelte sich nach und nach eine ziemlich zahlreiche Gesellschaft und wie erstaunte Bella als ihr Gatte sie in den Salon führte, und sie hier wie zu einem Feste alles vorbereitet fand. Arthur weidete sich an ihrem Befremden, ״ich habe den heuttgen Tag nicht vorübergebrn lassen können, ohne zu dem doppelten Feste, dem deines Geburtstages und deiner Genesung einige thetl« nehmende Freunde etnzuladen." Arabella drückte ihm dankend die Hand und wandte sich zur