Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1862)
- Article
- Tischri
- Date
- 1862-10-01
- Page
- 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Jesaias und stkne Welt. I. 3 pel in sich verkörpert fühlend, das Heiltgthum des göttlichen Gesetzcs als Priester zu betreten und atö Priester am Gottes-Altar sungiren zu wollen so kühn gewesen, in dem Versuche aber, durch Gottes Finger berührt, unterbrochen und, mit an seiner Stirn plötzlich ausbrechendem Aussatz, aus dem Tempel zu weichen genöthigt worden war — in dessen Sterbe-, oder vielmehr wie die Ueberlieferung in Uebereinstimmung mit der Zeitbestimmung des 1. Verses des 1. Cap. Jesaias lehrt, tu dem Jahre seines eben durch dieses Ereigniß vcranläßten Regierungs-Austritts, somit unter dem frischeu Eindruck eines Ereignisses, das Gott noch in seinem Tempel gegenwärtig i und die Aufrechthaltung des Gesetzes in diesem Tempel noch unter Gottes Obhut erblicken lehrt: sah Jesaias seinen Herrn sitzend auf'einem Thron — er sah Gott noch nicht im Gegensatz einschrettend in Juda's Geschicke, sah ihn noch in ruhiger Waltung. Allein der Thron war hoch und gehoben; nicht auf den Cherubsittigen, die das Gesetz des Gottesbundes beschatteten, sah. er die Herrlichkeit Gottes thronen, hoch, über den Tempel hinaus, ragte der Thron und schon war er in die Hohe gehoben und nur die Säume des Thrones füllten, noch den Tempel! Es war schon die Herrlichkeit Gottes im Begriff, sich aus dem irdischen Heiligthum hinweg und empor zu heben. Während das äußerlich gesetzmäßige Tempelleben den Tempel noch mit der Herrlichkeit Gottes erfüllt wähnen ließ, waren es nur noch die letzten Säume des Gottesthrons, die den Tempel erfüllten. Und Seraphim standen und warteten sein aus der Höhe. Seraphim, — der geschaffenen Welt zugewendet, mit unwiderstehlicher geflügelter Fcuersgewalt Alles überwältigend, und zu ihrem gefügigen Nahrungöstoff nmwandelnd; dem Throne Gottes gegenüberstehend, seiner Befehle gewärtig, — Seraphim warteten sein ans der Hohe. Vwp aus den Myriaden heiliger, um seinen Weltenthron dienender Schaaren war Gott einst vom Sinai in den jüdischen Menschenkreis eiugezogen, als er sein in all den übrigen Wcsen seiner.Schöpfung allmächtig waltendes und gestaltendes Feuer, zu einem für den Mensche» und an den-Menschen gerichtetes Gesetz gestaltet, mit seiner Rechten Israel hingab, auf, daß dieses (אשדו, dieses Gesetz gewordene Feuer, von Israel frei dahtngenommen, und