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Jeschurun · 1862-05-01 · Heft 8 (Mai 1862) · p. 389

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 8 (Mai 1862)
Article
Die jüdische Realschule in ihren genetischen und cultur-historischen Beziehungen zum Judenthum und zur Gegenwart
Date
1862-05-01
Page
389 (sequence 21)
Language
German
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.; ל Vdü W Mendel Ursch. יי ' ' ZN lichen Unterrichtsgegenständen und vor. Allem den Realien, unter sorgsamster Berücksichtigung der Ansprüche des praktischen Lebens, eine Gründlichkeit und Gediegenheit der Behandlung zuwendet, als wären sie Selbstzweck; daß das von uns, neben dem auch für unsere Anstalt in erster Linie stehenden allgemeinen Mldungs- und Ertüchtigungszwecke, noch speciell in Aussicht genommene Ziel gerade einen um so gründlicheren Unterricht, eine um so eingehendere Kenntniß der Natur ׳und des Wesens ihrer Gesetze , gerade ein um so tieferes Verständniß der Geschichte, die gründlichste und alle Bildungsmomente benutzende Be- Handlung der deutschen Lektüre, die größte Klarheit in Auffassung und Anwendung der grammatischen, die größte Schärfe in der der logischen Kategorien, die sorgsamste dem Styl, dieser Architektonik des Geistes, zugewandte Aufmerksamkeit, kurz, da seine Erreichung absolut durch eine Gewöhnung zu stetem, auf eine klare und scharfe Auffassung der realen Verhältnisse gerichteten Selb st denken bedingt ist, in allen. Gebieten, die dem jugendlichen Blicke erschlossen werden, d. h. in allen Unterrichts gegenständen die größte Gründlichkeit -nur um so gebieterischer fordert, nur um so unumgänglicher voraussetzt. Wir verwahren uns von vornherein ausis Allerentschiedenste-gegen Unterstellungen, die gewissen Anschauungen so willkommen wie geläufig sind, als würden durch die Berücksichtigung des unserer Anstalt eigenthümlichen specifisch jüdischen Elements, ihre Leistungen, und wäre es in dem verhältnißmäßig unwichtigsten Lehrsache einer Realschule, irgendwie beeinträchtigt; es war im Gegentheil stets ihr Stolz, thatsächlich den eclatantesten Beweis vom Gegentheil zu liefern, und sie glaubt hoffen zu dürfen, daß ihr unermüdliches Streben, in sämrntlichen Fächern auch mit den gehobensten Anstalten Deutschlands ruhig einen Vergleich aushalten zu können, kein ganz unglückliches gewesen ist. Werfen wir mm einen flüchtigen Blick auf die einzelnen Fächer, so treten unter dem im Bisherigen geltend gemachten Gesichtspunkte, neben dem speciell auf die Kenntniß des jüdischen Gesetzes gerichteten, selbstredend in dem oben .charakterisirten Sinne geleiteten Unterrichte im Pentateuch nebst Commenü und im Talmud, zunächst in den Vordergrund die Einführung in das Verständniß ׳der Propheten, der Geschichtsunterricht, die deutsche Lektüre und der n.aturwiss enschusitliche Unterricht. . ״'An dir ׳.innigste -Beziehung.einander tretezr vor Allem die bei- 26

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