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Jeschurun · 1862-01-01 · Heft 4 (Januar 1862) · p. 214

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 4 (Januar 1862)
Article
[Nachricht]
Date
1862-01-01
Page
214 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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214 Anzeigen. Eingesandt Aus Mähren Ein Werk über Erziehung für isr. Aeltern ist im Kaiserthum Oesterreich ein seltenes aber freundliches Phänomen; da merkwürdiger Weise gerade der Erziehung im Sinne des Judenthumes, welcher die größte Wichtigkeit beigelegt wird und die größte Aufmerksamkeit geschenkt werden soll, in keinem besondern Wegweiser Rechnung getragen wurde. Herr I. Milcheimer, Lehrer zu Gaja, hatte die glückliche Idee, beseelt von der Wichtigkeit dieser hohen Aufgabe, hierin den ersten Versuch zu machen und schon erfreut sich sein Merkchen ״Wegweiser der Erziehung für isr. Eltern" einer so freundlichen Aufnahme, als sich nur bei dem längst gefühlten dringenden Bedürfnisse nach demselben erwarten ließ. Diese freundliche Aufnahme ist aber auch der glücklichen Lösung seiner Aufgabe, der Bündigkeit und gedrängten Kürze desselben, dem leichtverständlichen mit Venneidung allen doctrinären Raisonnements geschriebene» Stiles, dem dasselbe durchwehenden jüd. Geiste und schließlich den vom Verfasser zum Gemeingute gemachten vielseitigen Erfahrungen im Gebiete der Pädagogik zuzuschreiben. Möge sein edles Bemühen Anerkennung und Nachahmung finden! A. M. Eingesandt. Amsterdam, den 10. December 1861. Vor einigen Monaten wurde durch unseren Obercantor Herrn Jsaac Heymann in den hiesigen beiden Hanptsynagogen der Choralgottesdienst, unter Leitung des Musikdirektors A. Berlyn, unter allgemeinem Beifall, und unter sichtbarer Theilnahme, eingeführt. Wir verdanken diesen wohlthätigen Umstand unserem obeubenannten Herrn Obercantor, der mit Fleiß und Aufopferung sich diese Sache angelegen seyn ließ; namentlich sind es dessen wahrhaftergreifende, melodiereiche Compositionen, welche derselbe in Begleitung des Chores, mit seiner vortrefflichen Stimme vorträgt, die einen ungetheilten Beifall unter unserer jüdischen Bevölkerung finden. Es ist dieses der Grund, weßhalb die Synagoge, in welcher zur Zeit der Choralgottesdienst abgehalten wird, jedesmal überfüllt ist.

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