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Jeschurun · 1861-09-01 · Heft 12 (September 1861) · p. 634

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 12 (September 1861)
Article
Die Juden in China
Date
1861-09-01
Page
634 (sequence 2)
Language
German
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634 Die Juden in China. Ordens in China, war auch der erste, der die chinesischen Juden in Er wähnung brachte. Pater Aleni besuchte sie später. Pater Gozant copirte hebräische Zuschriften ihrer Synagogen. Sie gingen verloren, wnrden aber späterhin nochmals durch Pater Gobil copirt. Die ״Erbauliche Briefe", welche die Jesuiten im 18. Jahrhundert herausgaben, machen uns mit demjenigen bekannt, was diese gelehrten Männer hatten in Erfahrung bringen können. Seit jener Zeit sind die Missionen weniger blühend geworden und haben weniger aufklärende Kenntnisse verbreitet. Selbst die protestantischen Missionare׳ haben mehr geschrieben als auf gefahrvollen Wegen entdeckt. Unter der Dynastie der Chan, also mindestens vor zweitausend Jahren erschienen zuerst Juden in China in der Anzahl von 70 Famtlien, oder Gruppen, die Einen Namen trugen. Ihre Zahl scheint sich vermindert zu haben, vielleicht weil eine ziemliche Menge von ihnen zum Islam übergegangen sind. Ein Missionar erzählt von ihnen den Gebrauch eine blaue Mütze zu tragen, wodurch sie sich von den Muselmännern unterschieden, welche nur eine weiße Mütze trugen. Was mich betrifft, so habe ich vielmehr die blaue Mütze fast ausschließlich bei den Muselmännern angetroffen. Die Juden bewohnten Anfangs mehrere Städte, unter Andern auch Peking. Heute trifft man sic nur in Kai-fu, Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks (Kat-sou-fu), sowie der Provinz und der Regterung von Kho-Uan, einer ehemals sehr großen und volkreichen Stadt, die aber durch eine im Jahre 1642 stattgehabte Ueberschwemmung sehr herabgekommen ist. Sie liegt südlich ungefähr zwei Meilen vom gelben Fluß. Von Tschanghai oder von Tien-Tsin kann man sie in einem Monat erreichen. Juden würden in China immer leichtere Ausnahme als Christen finden, deren Religion den Chinesen oft als gefährlich und feindlich erschienen. Es ist daher zu verwundern, daß bis jetzt noch gar keine Versuche gemacht worden sind, diesen abgeschnittenen und fast verlorenen Zweig wieder in Verbindüng mit den übrigen Resten,des jüdischen Stammes zu setzen. Es würde, wie mir scheint, in mehr als einer Hinsicht wünschenswerth sein, wenn man die gegenwärtigen Zustände für diesen Zweck benützen möchte. Ich glaube die chinesischen Juden würden viel von ihren europäischen Brüdern zu lernen haben. Diesen würde es vielleicht auch sehr interessant sein unpunktirte Bibeltextc von hohem Alter

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