Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 11 (August 1861)
- Article
- Aw
- Date
- 1861-08-01
- Page
- 563 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ומשגחם 563 Bild irgend einer Gestalt schaffen und werdet das, was in den Augen 'ד deines Gottes das Schlechte ist, thun um ihn zu erzürnen!" ״Ihr werdet alt geworden sei» im Lande!" ES wird der Ansang, und damit der Ursprung eures Daseins im Lande schon ferne liegen und damit eurem Bewußtsein entrückt sein — das ist es, was die Gottcsverkündüng fürchtet und eben mit der Offenbarung dieser Furcht verhindern möchte. Das ״Alt-wcrden-im-Lande", bas ist der Feind, der die Erfüllung unserer Bestimmung, und damit die Erreichung und Bewahrung unseres Heils bedroht. So laiM wir hoffend durch die Wüste zum gelobten Lande unserer Wünsche ziehen, so lange die Erde uns Nichts und der Himmel uns Alles bietet, so lange die Luft die wir athmeu und das Licht das uns leuchtet, das Wasser das uns letzt und das Manna das uns speist, so lange die Wanderung unserer Tage und die Ruhe unserer Nächte nur uiitcrden Fittigen der in Feuer- und Wolken-Säule uns leitend und schirmend voran wandelnden Gottesgnade von uns ge- Wonnen werden können, — solange wir noch nichts sind, sondern erst werden und es fühlen, daß nur durch Gott wir etwas zu werden vermögen: so lange wird jeder Athemzug selber nur ein Bund mehr, der uns mit unserm Gotte verknüpft, so lange folgen wir gerne der Bundeslade des göttlichen Gesetzes, die selbst der Wolken- und Feuer-Säule, wegweisend, vorancilt. Aber einmal geworden — durch Gottes Gnade geworden — und was uns die göttliche Gnade gespendet, mit der Kraft unserer Thätigkeit benutzt und vermehrt, — wie bald tritt da die Zeit, wo wir »och Nichts waren, immer mehr in den Schatten der Vergessenheit, das Heute ist nur vom Gestern erzeugt, der Ursprung des Gestern liegt uns zu weit zurück, wir waren ja auch bereits in der jüngsten Vergangenheit schon groß und reich und klug genug um daraus die Größe und den Neichthum und die Klugheit des gegenwärtigen Augenblicks ganz natürlich motivirt zu finden — kurz, je mehr und dauernd wir Gottes Gnade zu danken haben, je reicher uns Gott mit geistigen und materiellen Gütern versehen und je länger und -ungestörter er uns in Besitz und Genuß desselben erhalten, um so mehr schwindet uns der Gedanke an ihn, um so mehr stellt sich das uns von Gott Gewordene zwischen uns und den Geber, unser ganzes Dasein wird uns zum natürlichen Produkt aller der