Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1861)
- Article
- Deutschland : Schreiben des Herrn Konsuls v. Lenk ... [Nachricht]
- Date
- 1861-06-01
- Page
- 507 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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507 nichts zu wünschen übrig. Mit dem arabischen Baumeister, ebenso mit den Stein- und Kalk-Lieferanten wurden in meiner Kauzlei die Eontrakte abgeschlossen u. z bisher durchgeheuds günstig. Nur wäre es zu bedauern, wenn die Arbeit später einmal wegen Mangel an Förderung nur zeitweilig eingestellt werden müßte. Deswegen möge ja nur bald wieder eine weitere Baarsumme anher geleitet werden. Mit vollkommenster Achtung Ihr ergebener (u. z.) v. Lenk, Consul. An die geehrten Pektdim und Amarkalim der tsrael. Gemeinde im gelobten Lande zu Amsterdam. Wir können nicht umhin vorstehendem Schreiben die dringende Bitte an alle Freunde brüderlicher Menschenliebe nachzufügcn, durch reichliche, baldige Spenden ein Werk zu fördern, das in so hohem Grade die regste Theilnahme aller jüdischen Herzen verdient. Wenn irgend ein Unternehmen geeignet ist, ein Denkmal werkthätiger Menschenliebe und jüdischer Gesammtgefühle in Linderung wirklich vorhandenen Nothstands zu werden, so ist es der nunmehr in Angriff genommene Bau jüdischer Armenhäuser in Jerusalem. Möge diesem schönen Vorhaben allseitig eine solche hingebende Theilnähme zugewendet werden, wie die in unferm Heutigen veröffentlichte, fernere Liste von Beiträgen in den durch die unermüdliche Thätigfeit des hochachtungswerthen Herrn Rabbiners D1-. Hildesheimer zu Eisenstadt angeregten Kreisen bekundet, und der Bau nunmehr, durch die allgemeinste Hingebung jüdischer Wohlthätigkeit aller Lande getragen, ungehindert in der zweckentsprechendsten Weise der Vollendüng zugeführt werden. Die Red aktton. München, 7. Mai. Die von der Kammer der Abgeordneten zum Beschluß erhobene Emancipation der Juden bezüglich ihrer Ansässigmachung und ihres Gewerbsbetriebes im diesseitigen Bayern׳ kam heute auch in der Kammer der Reichsräthe zur Berathung. Seit dem Beschluß der Kammer der Abgeordneten waren aus verschiedenen Orten (vorzüglich aus Niederbayern) Eingaben an die Retchsrathskammer gelangt, welche für die Gemeinden ein absolutes Veto bei Ansiedelung von Israeliten beanspruchen. Der zweite Prästdent, Graf Seinöhetm, will sogar, daß dieses Veto überall, auch dort, wo schon Juden weilen, bei neuen Ansässtgmachungen