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Jeschurun · 1861-03-01 · Heft 6 (März 1861) · p. 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 6 (März 1861)
Article
Deutschland : Pest, 19. Jan. [Nachricht]
Date
1861-03-01
Page
342 (sequence 2)
Language
German
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342 sogleich« Amtsentsetzung und exemplarische Bestrafung des kannibalischen Oberstuhlrichters Jranyi ahnden und alles dies durch die Zeitungen der Welt bekannt machen, damit ähnliche» wilden Gelüsten vorgebeugt werde und die Welt erfahre, daß eine solche That nicht ungeahnt bleibt.". Esscg, 12. Febr. Auf die Ansprache einer israelitischen Deputation bet der Installation des Obergespans Grafen Pesacevtcs antwortete dieser ungefähr Folgendes: ״Meine Herren! Es freut mich außerordentlich, daß Sic zu mir gekommen. Ich will nicht viel Worte gebrauchen; Sie haben während meiner achtjährigen Dienstzeit als Obergespan mich kennen gelernt, daß es mir gleich gilt, ob Israelit, Katholik, Lutheraner, Calviner oder Grieche. Ich habe mich auch überzeugt, daß trotz der stiefmütterlichen Stellung, die Sie unter den früheren Gesetzen eingenommen, Sie dennoch zu jeder Zeit und bet jeder Gelegenheit sich als treue Ungarn benommen haben. Ich hoffe, daß bei dem neu eintrctenden coustitutionellen Leben auch Ihnen Recht werden wird, und nehmen Sie die Versicherung, meine Herren, daß ich in meiner jetzigen Stellung Alles, was in meiner Macht steht, zur Forderung Ihrer Rechte aufbieten werde." (Ostd. P.) 80 Berlin, Ende Januar. In diesen Tagen ist von dem Vorstande der hiesigen Gemeinde eine ״Uebersicht des Haushaltes in dem Jahre 1858 und 1859" versandt, dem wir Einzelnes für die Leser Ihres geschätzten Blattes entnehmen: In Gemäßheit der Bestimmung im §. 78 des neuen Gemeindestatuts wird künftighin alljährlich ein Vcrwaltungsbericht veröffentlicht werden. — Wie in den vorangegangcnen gibt auch in den beiden gegenwärtigen Jahresabschlüssen sich ein befriedigender Forschritt in den Finanzzuständen in der Gemeinde kund. Durch die bis auf nahezu 3000 gestiegene Zahl der beitragenden Mitglieder hat die laufende Einnahme bet der Gcmeindehauptkasse sich vergrößert, so daß im Jahre 1859 über 45,000 Thaler an Gemcindebctträgen aufgebracht wurden, die im Jahre 1857 nur 43,000 Thaler betrugen. Hierdurch war auch nun der Verwaltung die Möglichkeit geboten, den an sic gestellten Anforderungen zu genügen und den immer wachsenden Bedarf zu decken. Aber auch bei den verschiedenen Instituten der Gemeinde, denen jetzt eine statutarische Reorganisation bevorstcht, können wir auf die Resultate der beiden letzten Verwaltungsjahrc nicht ohne Befriedigung zurückblicken. Die zum Neubau einer Syu goge contrahtrte Anleihe nimmt einen guten Fortgang. Zum größten Theii ist sic bereits aufgebracht und auch der Begebung des noch vorhandenen Nestes der Schuld- Verschreibungen darf bei dem lebhaften Interesse, welches das Unternehmen allseitig hervorgerufen hat, mit Zuversicht entgegengesehen

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