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Jeschurun · 1861-02-01 · Heft 5 (Februar 1861) · p. 281

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Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 5 (Februar 1861)
Article
Zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert
Date
1861-02-01
Page
281 (sequence 12)
Language
German
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281 von Dr. M. 'Ralph, das andere dem Abraham, denen Juden Jnnwohncrn des Thurms zu Vivay, die Lenthe zu vergifften, und sollte ihnen sagen, daß solch ihnen nberschicktes Gifft in die Brunnen legen sollten, wie es ihnen vorhin befohlen wäre, diese Säckel hätten die zwei Juden in ihren Häusern bey dem Thur» zu sich genommen, und gesagt, daß sie bereit wären, zu thun alles das was in denen Schreiben enthalten. III. Item Jcon etns, der sich hiebevorn zu Basa?8) auffgehalten itzo Jnnwohner zu Castel, Jud, daselbst verhaflt, und an die Folter ein wenig gelegt, als ec wieder herabgelasscn, nach einer langen weile, hat er bekannt: Es wären nun zw ey Jahr88) verflossen, daß Abuget der Jud von Basa, der mächtiger und retcher sey denn die andern Juden zu Basa, hätte ihm vor seinem Hause Gifft gegeben, das weiß gewesen sey, zweier Fäust groß, und gesagt zu ihm: Du gehest nach Br uzal es und AYen ant, und lege in die Brunnen der besten Städte von dem Gisste, die Leuthe des Landes zu vergifften die des Wassers brauchen, und solches ins Werk zu richten, hätte er ihn zwo floren geben und gesagt, daß er solches heimlich und verborgen thun sollte, und es niemand offenbahren. Solch Gifft hätte er angenommen und seine Reise angetretcn gegen besagte Orte, solches werckstellig zu machen, Und da er zu (wohl bey) Bruzales in der Stadt Tinimont gewesen, hätte er in dm obersten Theil der Stadt das Gifft in zwey Theilen in die Brunnen um die Mittagsstunde an eim gewissen Tage heimlich unter einen großen Stein versteckt, und alsbald darvon gangen auß der Stadt, und seinen Weg nach Aynant gerichtet, in eine gute Stadt Monsagnant genannt, und in einen schonen Brunnen bey derselben Stadt ein ander Seckel an einem Tage heimlich gleichfalls unter einen großen Stei», die Leuthe zu vergifften die solch Wasser brauchen, gelegt, und alsbald darvon gangen, und anderswo das 88) Wahrscheinlich die alte berühmte Abtei Baize ober Beze. S. Müller lc. y. 227. s9) Wir glauben uns ein Verdienst um die Torieologie zu erwerben, wenn wir die Thatsache registriren: daß man vor zwei Jahren Gift in Wasser legt, da«erst — heute Symptome der Vergiftung hervorruft, in der Zwischenzeit aber unschädlich ist.

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