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Jeschurun · 1861-01-01 · Heft 4 (Januar 1861) · p. 230

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 4 (Januar 1861)
Article
Deutschland : Berlin, 13. Nov. [Nachricht]
Date
1861-01-01
Page
230 (sequence 2)
Language
German
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230 lau, solche von gemischter katholischer und protestantischer Confession! Wie Bonn, und solche von ausschließlich Protestantischem Charakter, j wie Königsberg, Greifswald und Halle. Zn Königsberg ist nun l aber der Prediger der dortigen jüdischen Gemeinde, Dr. Saalschütz j als Professor tn der philosophischen Fakultät angestellt; und jetzt hat j sich der dortige Arzt vr. Samuel, ein geschickter Schriftsteller auf \ dem Gebiet der Pathologie, zur Habilitation tn der medtctntschen j Fakultät gemeldet. Diese wird ihm den Zutritt nicht verweigern; 1 und man ist nun gespannt darauf, was der Minister thun wird. In Tarnowitz ist der Gerichts-Assessor Jacobt zum Bürger-! Meister gewählt worden. Derselbe ist Jude und Verwandter des Or.! Johann Jacobi in Königsberg, dessen politische Gesinnungen er auch, wie die ״N. Pr. Ztg." behauptet, theilt. Das genannte Blatt verlangt nun, daß die Regierung die Bestätigung der Wahl verweigere, weil die Interessen der Landwirthschaft und des Bergbaus eines vorwiegend konservativen Charakters bedürfen. Wenn es von der ״N. Pr. Ztg." abhinge würden auch die Interessen des Barbtrens, Stiefelmach ensu. s. w. ״eines vorwiegend konservativen Charakters bedürfen." c. Berlin, 16.Dec. Zur würdigen Ausstattung des im Frühjahr zu eröffnenden neuen jüdischen Krankenhauses, werden jetzt nnter j den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde noch Liebesgaben gesammelt. 1 Man hofft tn Kurzem zu diesem Zwecke die nöthigen 15,000 Thlr. zusammen zu bringen. Dieses Musterkrankenhaus verdankt seine Be-! gründung nur dem Wohlthätigkeitsstnne der reichen jüd. Bevölkerung.! Der Direktor der Charite Geh. Regtcruugsrath Dr. Esse hat darüj ber so eben eine interessante Schrift unter dem Titel : ״Das neue Krankenhaus der jüd. Gemeinde zu Berlin tn seinen Einrichtungen" j mit instruktiven Abbildungen erscheinen lassen. j c. Berlin, im Dez. Am 1. März v. I. hatten sich 226 jüj bische Synagogen-Gemeinden (die hiesige bethetligte sich nicht dabet) j an das Staatsministerium mit der Bitte um Abhülfe verschiedener j Beschwerden gewandt. Obwohl diese in zwei Sessionen des Hauses der Abgeordneten erörtert sind, so wird der erst unterm 13. Nov. ergangene nachstehende Bescheid doch von Interesse sein. Er lautet: j Dem Vorstand .... wird hierdurch folgendes eröffnet: die j Beschwerden über Ausübung der ständischen Rechte und der Berwal- ] tung des Orts-Schulamts haben durch die Circular-Erlaffe des Mij ntsters des Innern vom 16. Febr. v. I. u.-3. Febr. d. I. ihre s Erledigung erhalten. In Betreff der beantragten Zulassung der Zuden zu den öffentlichen Aemtern überhaupt, insbesondere zu den richterlichen, administrativen und Lehr-Aemtern; sowie zu denen i im Baufach, geht die Staatsregieruug von dem Grundsätze jaus, j daß die Zugänglichkeit öffentlicher Aemter für jüdische Staatsangei

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