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Jeschurun · 1860-12-01 · Heft 3 (Dezember 1860) · p. 183

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 3 (Dezember 1860)
Article
Palästina : Die gegenwärtigen Zustände in Jerusalem und Palästina [Nachricht]
Date
1860-12-01
Page
183 (sequence 2)
Language
German
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183 gen und ungelüfteten Wohnungen." Sie sind in einer sehr bedauernswerthen Lage. Die von den wohlthätigen Spenden deS Auslandes auf die einzelnen Partien kommenden Spenden seien so geringe, daß es ein Wunder ist wie man mit so wenigem Leib und Seele zusammenhalten kann. Die Ausführung des projekttrten Baus von Armenwohnungen würde demnach von großem Segen sein. Die jüdische Bevölkerung von Jerusalem soll sich auf 10,000 belaufen. Der Gipfel des Berges Zions und der Acra wird von Christen aller Sekten, insbesondere Griechen, Armenier, Katholiken und Protestanten bewohnt. Es sollen darin 3000 sein. Die ganze Bevölkerung wird auf 22,000 geschätzt, während im Winter und Frühling ein großer Zuwachs der Bevölkerung durch mahomedanische, jüdische und christliche Pilgrime wird, denen allen Jerusalem eine heilge Stadt ist, und dieser Zuwachs beträgt oft 15,000. An dem Abhange deS Oelbergs, östlich dem Tempel gegenüber, wohnt ein unruhiger Stamm Araber, die nur auf ein Wort warten um die Scenen von Deir el Kamar und Damaskus zu wiederholen. Im Westen wohnt der Stamm Abu Gosch der innerhalb 24 Stunden 40,000 berittene Araber ins Feld stellen kann. Südlich wohnen die mächtigen und wilden Stämme von Helior und nordwärts die wilden Bent Sackara so daß Jerusalem von Arabern der bösesten Art umgeben ist. Von diesen Stämmen könnte Jerusalem in einer Nacht zerstört werden, wenn sie nicht die strafende Hand der europäischen Mächte fürchteten. Die arabischen Stämme in Palästina haben keine der edle» Eigenschaften der freien Wanderer durch die Wüsten.' Sie sind in hohem Grade räuberisch und unredlich. Ketu Reisender ist unter ihnen ohne Achtung gebietende Eskorte sicher, und es ist klar, daß alle ackerbaulichen Pläne und Versuche zn nichts führen, so lange diese lästigen Nachbarn ungestraft über die Erstlinge der Ernten herfallen dürfen und überhaupt Alles, selbst die werthloseste Kleinigkeit wegschleppen, sobald sie nur einen Augenblick unbewacht bleiben- — Am östlichen Gestade des Jordans gibt es noch ganze Städte herrlich gebaut und mit allen Schönheiten griechischer und römischer Kunst geschmückt. Sie stehen da in öder Pracht, denn ihr Bewohner ist der Wolf und die Hhäne. Arabische Horden sollen wie der Wolf in die Heerde über sie eingefallen sein und vor seiner Berührung ist die Civtltsatton weithin aus dem Bereiche seines Hauches geflohen. Amerika. Cincinnati. Ein Artikel: die Juden zu Rom, im ״Oecident" hält sich verpflichtet vor Ausführung eines angebltchen Plans zu warnen, die unglücklichen Bewohner des römischen Ghetto's massenweise in andere Länder, insbesondere nach Amerika zu übersiedeln. Man schätze, heißt es in diesem Artikel, die jüdische Bevölkerung in Amerika vielleicht um ein Drittel zu hoch tteun man sie gemeinhin zu 200,000 Seelen anntmmt. Sicherlich

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