Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 2 (November 1860)
- Article
- Rußland : Ein neuester russischer Ukas ... [Nachricht]
- Date
- 1860-11-01
- Page
- 134 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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zutreten lind deren Rechte zu genießen. Ausländische Juden, welche durch gesellschaftliche Stellung und ausgedehnte Handels-Umsätze bekaunt sind, können auf Grund besonderer Ermächtigung der Mintsterien im Reiche Handel treiben und Bankcomptoirs errichten, indem sie sich ein Patent als Kanflente erster Gilde geben lassen. Ebenso können sie Fabriken errichten und Grundstücke kaufen. Die Sicherheit des Aufenhalts und' der Magazine der Ausländer ist unter den Schutz der allgemeinen Gesetze gestellt. Die Ausländerzunst ist fähig zum Erwerb aller Art beweglicher undunbeweglicher Güter, mit Ausnahme derer, welche lediglich der erbliche russische Adel und die diesem gleichgestellten Fremden vermöge bestehender Gesetze besitzen dürfen. Die Ausländer, mit Ausnahme der Jsraeliten, können als Bevollmächtigte der Eigenthümer gewohnte Ländereien verwalten; ebenso können sie Grundstücke aller Art pachten. Entgegnung des Rabbiners D. Deutsch an Hrn. Rabbiner Dr. Duschack. In Nr. 37 der A. Z. d. Judenth. tbeilt Herr Bez.-Rabb. Dr. M. Duschack in Gaja mit, daß er meine Worte im Zeschnrnn In- Uhest gelesen, wo ich mir — wie er sagt — einige Bemerkungen über Josr's Gesck. u. s. w. erlaubt habe. Vou vorn herein dünkt mich der Ausdruck erlaubt etwas eigenthümltch. Hätte ich denn früher um Erlaubniß fragen sollen? Hr. Dr. I, hat ja zu solchen Bemerkungen aufgcfordert und versprochen, dafür dankbar zu fein. Uebrigens erinnere ich mich, daß auch Hr. Duschack vor längerer Zeit sich eine Bemerkung über J's. Gcsch. und zwar eine von entschieden geringerer Erheblichkeit, els die meinigen, erlaubt hat. Hr. I. bat solche gerade nicht dankbar ausgenommen, und Hr. Duschack hat ziemlich empstndtich replicirt. Hr. D. tbeilt ferner mit, daß ״er wett entfernt ist, nur der flüchtigen Idee Raum zu geben, Hrn. Dr. I. rechtfertigen zu wolle." In der That eine sehr kluge Idee! ״Nur kann er die Bemerkung nicht unterdrücken, daß über Geschichte zu verhandeln, ohne Kritik zu üben und die Meister der Kritik zu berücksichtigen ein Fehl- und Mißgriff ist." Hr. D. batte klüger getban, auch diese Bemerkung getrost Hrn. I. zu überlassen. Hr. D. scheint überhaupt die Manie zu baben, sich in Dinge zu mischen, die ihn nichts augeheu, und dabei einen belehrenden Schulmetsterton anzunebmen, was ihm am wenigsten znsteht. Zählt er sich etwa auch zu den Meistern der Kritik? — Ich bin dem Herrn bis jetzt nur in CorrespondenzarLikeln der A. Z. d. I. begegnet, und