Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1860)
- Article
- Preßprozeß Sebastian Brunner contra Ignaz Kuranda
- Date
- 1860-10-01
- Page
- 45 (sequence 8)
- Language
- German
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Sebastian Brunner contra Ignaz Kuranba. 45 sehr oft vorkommt; die Edelsten aus dem jüdischen Stamme, bie der Herr immer um sich wissen wollte, die heiligen Apostel sind alle aus jüdischem Stamme. Paulus ist eine der größten Erscheinungen und mußte durch die Juden bluten; und dennoch war immer sein erster Weg, wo er htnkam, überall zuerst zu den Juden, überall geht er zu den Zudengemeindcn. Zuerst bringe ich euch das Wort, sagte er; sie kümmerten ihn aber durch Haß und Verfolgung. Ich habe es nicht daraus abgesehen, die betreffenden Stellen aus dem neuen Testament selbst, die mir vollkommen zu Gebote stehen, zu cittren; ich will nur die eine Stelle anführen, daß der Fluch Gottes auf ihnen lastet, wie der heilige Paulus es ausgesprochen hat. Wie er hinkommt und will predigen, und durch seine Stammgenosscn schändlich betrogen und behandelt wird, so ruft er ihnen eine prophetische Andeutung über die jetzige Stellung des Judenthums zu, und wenn Sie noch einen Beweis haben wollen, kennen Sie düs Buch de Rosst? Es ist daS ein Buch, das vor 60 Jahren erschienen ist. Sie dürften es wohl nicht kennen, es ist bereits vor 60 Jahre» erschienen. Und wisse» Sie auch nicht den Inhalt? Herr Knranda: Ich kenne cs nicht. Dr. Brunner: Sie haben mir Unkeuutniß vorgeworfen, ich habe sie Ihnen nicht vorgeworfen. Herr Knranda: Man kann nicht alle Bücher kennen. Dr. Brunn er: Dieses Buch ist höchst wichtig. Dieser de Rosst stellte 180 Bücher zusammen, welche für jeden Kenner des alten Testamentes und der alten Sprachen höchst wichtig sind; es ist eine wichtige Fundgrube unter dem Titel: ״Johanäi Berühardi de Rosr i bibliotheca judciiea“. Auch sind diese 180 Bücher von staunendem Inhalt gegen das Christenthum Der h. Paulus, Chrysostomus haben Homilien gegen das Judenthum gehalten. Der h. Hieronymus, Botuardus hat gegen dasselbe geschrieben und alle Kirchenväter bis Thomas Aquin haben cs für nothwcndig gehalten, ihr schriftstellerisches und literarisches Streben gegen das Judenthum zu richten. Wir sehen aber, daß das Alles nichts nützt, das Volk wird eigentlich von jüdischen Schriftstellern verführt. Wir brauchen ein christltches Schriftstellerthnm, um gegen die Feinde des Christenthums loszuziehen. Ich habe nur von einem einzigen Blatte Auszüge gebracht, und wenn Sie mir mit meiner ״Kirchcn-Zeitung" Zeit lassen, so