Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 7 (April 1860)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1860-04-01
- Page
- 400 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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unverfälscht wissen wollen, wenn denselben eine nicht nach Tradition sondern nach individueller Anschauung übersetzte Bibel gereicht wird. Joseph Hirsch, Sohn des seel. Aron Hirsch. Sr. Wohlgeboren dem Herrn vr. Phtlippson Magdeburg. Halberstadt, 4. März 1860. ״Der Herr Distrikts-Rabbiner Wetskopf zn Wallerstein macht ״mich mit seinem an Sie bezüglich der projektirten Sterevtypbibel- ״Ausgabe gerichteten Briefe bekannt, worauf er ohne Antwort von ״Ihnen geblieben sei. Wo es gilt, unsere heilige Bibel zu verbrci- ״ten, und der Argwohn Platz greift, daß dem Publikum eine nicht ״rein traditionelle Uebersetzung gereicht werde, darf auch der Prt- ״vatmann nicht schweigen, muß solcher den Vers: ואתם חהי' לי סמלכח כהנים וגוי קרוש" auf sich beziehen und für unser heiliges Klei- ״nod in die Schranken treten. ״Daß eine von einem Jehudi ausgegangene nicht traditionell ״gehaltene Bibelübersetzung für das Judenthum gefährlicher ist, als ״eine von der Bibelgesellschaft verbreitete, darin werden Sie mit mir ״einverstanden sein. Daß ich, der ich in Ihrer Nähe wohne, Ihre ״individuelle Anschauung vom Judenthum kenne und weiß, wie wett ״Sie der Beobachtung der Ceremontalgesetze Rechnung tragen, besser ״als das große jüdische Publikum, das werden Sie auch nicht in ״Abrede stellen; ich kann mich daher mit dem Inhalt des Briefes ״von Herrn Weiskopf nur einverstanden erklären, und ersuche Sie, ״michgef. binnen 0 Tagen wissen zn lassen, welche Bürgschaften Sie ״mir zu geben beabsichtigen dafür, daß Ihre projektirte Bibelaus- ״gäbe eine rein traditionelle Uebersetzung r68x>. Commentar ent- ״halten wird. ״Sollten Sie meinen Brief unbeantwortet lasse» und mir keine ״genügende Bürgschaft geben, so wird es mein erster Schritt sein, ״diesem Briefe die größtmöglichste Verbreitung zu geben, um meine ״Glaubensbrüder auf die Gefahren aufmerksam zn machen, welche ״durch Verbreitung einer nicht traditionell gehaltenen Bibelüberse- ״tzung für das Jndcnthum entstehen." I. H- P• 8. den 19. März. Soeben lese ich eine Erklärung des Herrn vr. Philtppson in seiner allgemeinen Zeitung des Judenthums, worin derselbe mit gewohnlichen Schlagworten und den anmaßendsten Aeußernngen de» vorstehenden Brief beantwortet zn haben glaubt.