Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 2 (November 1859)
- Article
- Marcheschwan
- Date
- 1859-11-01
- Page
- 72 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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2 Marcheschwan. i ן und Gruppen, ihrer Geschlechter und Reiche, wie das Heer um seinen Heermeister schaart und bis hinab zu dem letzten Mann auf dem verlornsten Posten nur dem Befehle des Einen Einzigen gehorcht, nur in Erfüllung seines Machtgebotes ansharrt, selig, heiter lebend und sterbend in dem Bewußtsein: eben in diesem Gehorsam, z in dieser Erfüllung Theil zu haben an dem großen Werke des Ei-; nen Einzigen und kein verlorner Posten zu sein in seinem Reiche. Und darum diese Welt als עולם zu begreifen! In der ursprünglichen Sprache unserer Blüthenzeit war uns diese sichtbare, gegenwärtige Welt "״שמים וארץ Himmel und Erde, die mit ihrer ganzen Herrlichkeit gleichwohl zu einem חלד, zu einem Punkte der Vergänglichkeit gegen den großen Gedanken einer Ewigkeit zusammenschwand, für den wir zu gewinnen waren, aus daß uns im Glanze der Gegenwart diese Gegenwart nicht Alles würde und wir den Gedanken an jene noch lichtere, unvergängliche Zukunft nicht bis auf die letzte Ahnung verlören, die uns in dem Begriffe "״עולם als das verhüllte ״Ewige" erhalten bleiben sollte. Seitdem aber die sichtbare Gegenwart schon von selbst den Stempel der Vergänglichkeit trägt, seitdem galt es Geist und Gemüth vor dem andern Jrrthum zu wahren, diese Gegenwart selbst | nicht um ihrer Vergänglichkeit willen als ״Vergängliches" zu verachten, seitdem galt es uns schon das gegenwärtig Ewige in der vorüberrauschenden und abblühenden Zeitlichkeit erkennen zu lassen, seitdem nannte der Mund der Weisen diese Zeitlichkeit selbst, alles in dieser Zeitlichkeit Bestehende selbst schon עולם, und was früher die Ewigkeit bedeutete und unfern Blick aus dem Jetzt in das Jenseits lud, heißt jetzt ״Welt" und läßt uns schon die Gegenwart selbst, die Welt die uns schon jetzt und hinieden umfängt, als einen Theil dieser Ewigkeit begreifen. Und ist sie es denn nicht? Ist denn nicht; jeder ׳Mceres-Tropscn selbst ein Theil des in seiner Unendlichkeit dahinströmenden Oceans und hat somit Theil an dieser Unendlichkeit? Ist nicht jeder vorrüberrauschendste Moment der Gegenwart doch ein Theil, ein unverlierbarer und unverlorener Theil der Ewigkeit? Und wenn diese Ewigkeit einen König, den Einen Einzigen zum Könige hat und auch die Gegenwart, die zeitliche Welt mit all ihrem Kummer und Weh, mit all ihrer Verirrung und Schwäche, doch auch unter dem Befehle dieses Königs steht, doch auch nach dem