Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 11 (August 1859)
- Article
- Zur Würdigung der Ansprüche des neuen Materialismus
- Date
- 1859-08-01
- Page
- 587 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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von vr. Iosua Sternschuß. 58? ״mels mit wahrer Gewissenhaftigkeit dafür sorgte, daß nur solche ״in Vorschlag kommen, die stets ihm geräuchert und ihn für den ״obersten der Götter erklärt haben." ״Die verdienten Männer für ״die Ewigkeit sind dann allzuhäufig ganz Andere, als die berühm- ״ten der Zeitlichkeit." ״Dann freilich müssen die Waffen gleicher ״Art, müssen Licht und Sonne gleichmäßig gethcilt sein. Vor gtftt- ״gen Pfeilen kann keine Tugend bestehen, gegen heimliche Dolche ״ist Muth vergeblich. Dem verblendenden Scheine einer hohen Stel- ״lung, eines gefeierten Namens, wie dem Vorurthetle irgend eines ״Herkommens, eines eingefleischten Zrrthums ist das einfache Licht ״schlichter Forschung und vernunftgemäßer Schlußfolgerung nicht ge- ״wachsen. Wer also hier kämpfen will, von dem darf man fordern, ״daß er bei unseren Waffen bleibe, von dem muß erwartet werden, ״daß er auch die Vortheile, welche er zum Kampfplatz mitbringen, ״oder aus seiner begünstigten Stellung und der vorurtheilsvoüen ״Stimmung der Umgebung ziehen könnte, redlich bei Seite läßt." ״Die Naturwissenschaften sind gegenwärtig eine große Macht ״und sie lverden es täglich mehr. Ihre Stärke schöpfen sie aus der ״Natur selbst. Daher sind sie unbesiegbar, und wer weise ist, der ״befreundet sich mit ihrer Entwickelung. Freilich gibt es Richtungen (?) ״welchen vom Schicksale ihr unerbittliches Urtheil gesprochen ist, ״Richtungen, welche sich mit der Entwickelung der Naturwiffenschaf- ״ten nicht befreunden können, und welchen allerdings nichts übrig ״bleibt, als auf Tod und Leben zu kämpfen, und, weil die Ent- ״scheidung offenen Kampfes nicht zweifelhaft wäre, aus heimlichem ״Verstecke zu schießen, oder von dem schillernden Trugltchte absicht- ״lich erregter Mißverständnisse Vortheil zu ziehen." ״Die Naturwissenschaften haben es einzig und allein mit der ״Welt der Erscheinungen, mit der sinnlich wahrnehmbaren Welt zu ״thnn." — ״Wer etwas Anderes in sie hineinzteht, oder sie zu et- ״was Anderm mißbrauchen will, der ist ein Urivernünftiger." ״Gerade ich, dem man in beschränkter Einseitigkeit einen ״״alters- ״schwachen Kanttschen Rationalismus"" zum schwersten Vorwurf hat ״machen wollen, gerade' ich, der ich nicht Bedenken trage offen zu ״bekennen, daß ich mich eines Dranges nach Erkenntniß der wirk- ״lichen Welt, d. h. des die Welt der Erscheinungen sich vorstellen- ״den und schaffenden Wesens — mit Schopenhauer zu reden —