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Jeschurun · 1859-07-01 · Heft 10 (Juli 1859) · p. 531

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Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 10 (Juli 1859)
Article
Jüdische Armuth und Wohltätigkeit in London
Date
1859-07-01
Page
531 (sequence 3)
Language
German
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1 Jüdische Armuth und Wohlthätigkeit ln London. 531 ן zu haben und die Errichtung neuer WohlthätigkettSanstalten zu be- | treiben, wenn die bestehenden den neuen Erfordernissen nicht ange- | paßt werden können. Aus dieser Skizze wird es klar, daß der Board; of Ouuräi,!!!^durchaus nicht die Absicht hat, irgend einer der bestehenden Anstalten entgegenzutrcten, oder ihnen eine bestimmte Handlungsweise vorzuschreiben, sondern nur eine Art moralischen Ein- :f slusscs auf sie ausüben, sie aus ihrer Jsolirung Herausreißen, ein; Verknüpfungsband zwischen ihnen Herstellen, die Lücken zwischen ihi neu ausfüllen und sie ergänzen soll. Solch eine Centralanstalt, weit davon entfernt mit unfern Wohlthätigkeitsanstaltcn in Conflikt zu gerathcn, ihre Unabhängigkeit zu bedrohen, oder ihrer Bedeutung / Eintrag zu thun, würde im Gegentheil deren Arbeiten in großem! Maße erleichtern und vereinfachen, würde erst gerade den Wcrth und ß die Bedeutung einer jeder einzelnen derselben in das rechte Licht s stellen und ihren Nutzen mit dem geringsten Aufwand von Mühe s und Zeitverlust auf die höchste höhe bringen, da ein jeder Fall erst I nach der gehörigen Vorbereitung zu ihrer Kenntniß gelangen würde. Wir wollen unsere Ansicht klar machen und zeigen, wie sich unser Projekt in einem konkreten Falle, z. B. in dem, welchen wir in unserem Früheren annahmen, verhalten würde. DaS Haupt einer zahlreichen armen Familie wird von einem Unglücksfall betroffen, der ihn hindert für seine Angehörigen zu sorgen. Augenblicklicher Beistand ist nothwcudtg. Statt, daß er nun zwei oder drei Tage warten muß, ehe sein Gesuch von dem Sekretär der betreffenden Synagoge entgegengenommen werden kann, würde augenblickliche;i Hülfe von der projektirten Anstalt geleistet werden. Nachdem der Fall von ihr gehörig untersucht und man sich von der wirksamsten Art der Unterstützung Ueberzcugung verschafft, würde der Mann während er im Hospital ist, den nöthigen religiösen Trost und Zuspruch von einem zu dem Zwecke bestimmten Beamten erhalten; die hülflose und ihre Niederkunft erwartende Frau würde der Lying-in :! Chanty, dem Wöchnerinnenverein empfohlen und die nöthigen Schritte,! um sie der Unterstützung thcilhaftig zu machen, gethan werden; die Kinder § für den Augenblick unterhalten und in die ״Frci-Schule" geschickt, müßten, wenn keine Aussicht vorhanden, daß sic je wieder von ihrem Vater erhalten werden können, im Jew’s Hospital oder nach Um-

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