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Jeschurun · 1859-07-01 · Heft 10 (Juli 1859) · p. 528

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 10 (Juli 1859)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1859-07-01
Page
528 (sequence 11)
Language
German
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528 ÄÄndlinten kdirr jüdtsihen) Symbolik. u»lautern und meinen heiligen Namen zu'entweihen" (Hl. 20, 3.) Das Kapitel über Mord und fahrlässige Tödtung schließt mit de» Worten: ״Verunlautere das Land nicht, in welchem ihr wohnet, in dessen Mitte ich wohne, denn ich, 1׳, wohne unter Israels Söhnen!" (IV. 35, 34.) Die Kapitel über die Reinheit des geschlechtlichen Lebens schließen mit der Warnung: ״Haltet warnend Israels Söhne von ihrer Unlauterkeit ab, damit sie nicht durch ihre Unlauterkeit sterben indem sie meine Wohnüiig veruulantern, die sich in ihrer Mitte befindet." (Hl. 15, 31.) Und selbst ״wenn du wider deine Feinde in Krtegeslager ausziehst," heißt es, ״hüte dich vor jedem bösen Worte u. s. w. Denn 'ר dein Gott wandelt in Mitte deines Lagers dich zu retten und deine Feinde vor dich htnzngeben, darum seien deine Lager ein Heiliges, daß Er nie eine Blöße an dir sehe und von dir zurückweiche!" (V. 23, 10, 15.) So gewiß es demnach einerseits ist, daß, wenn gleich Gott den Tempel zur besonderen Stätte seiner Gegenwart bestimmt, indem er gesprochen: ״Ich bestimme mich dir dort (d. i. ich komme dort mit dir zusammen, du hast dort mich zu erwarten) und spreche mit dir von dem Kapporeth herab von den beiden Cherubim her u. s. w.," (II. B. M.) dennoch der Begriff seines Wohnens in Israel seine segnende und schützende Gegenwart in Israels ganzem Dasein und Leben umfaßt, somit der Tempel nicht die Stätte ist, die seine Gegenwart umschließt, sondern nur die Stätte sein kann, von der seine Gegenwart in ganz Israel ausgeht: so gewiß und noch gewisser ist e^^.aß d^r Tempel selbst und Alles, was im Tempel ,vorhanden strund geschieht, nicht schon an sich jene segnende und schützende Gottesgegenwart zu erzielen vermag, sondern nichts andsres sein kann, als Ausdruck Dessen, was außerhalb des Tempels zu geschehen hat oder geschieht, um Israels ganzes Dasein und Leben zu einem Gottesheiligthum zu weihen, somit der Tempel nur die Stätte sein kann, von welcher die Heiligung des ganzen außerhalb des Tempels sich bewegenden und vollendenden Lebens auszugehen habe und in welcher eben diese Heiligung ihren Ausdruck findet. Haben wir demnach die symbolische Bedeutung des Ban's und der Einrichtung des Tempels zum טקדש und משק zu finden,

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