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Jeschurun · 1859-04-01 · Heft 7 (April 1859) · p. 393

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Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 7 (April 1859)
Article
Orient : französische jüdische Unterrichtsanstalten im Orient [Nachricht]
Date
1859-04-01
Page
393 (sequence 2)
Language
German
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393 I I ״Univers Jsraelite" einige den Gegenstand betreffende Aufklärungen zu 1 geben, zu deren Mittheilung wir uns verpflichtet fühlen. ״Der Orient," I heißt es daselbst, ״kann eben so wenig als der Occident des alten Grund-! satzes: תורה עם ררך ארץ entbehren; und derjenige, der unsere Schulen f in Paris und die wahrhaft religiösen Männer kennt, die sich an der A Spitze dieser Anstalten befinden, wird nicht umhin können zu gestehen, daß dieses Princip den ganzen Unterricht beherrscht und leitet, das unsere . Kinder erzieht und bildet. So war auch der Chacham Baschi in Constan- 1 tinopel, Vorsitzender des Schulcomites, als er mit mir die Schule zu! Haß-Kevi besuchte und in allen ihren Einzelheiten prüfte, über die be-! merkcnswerthen Fortschritte erstaunt, welche die Zöglinge in Mischnah und Talmud gemacht hatten. Nicht der Unterricht bildet die Ursache des, ich 1 wiederhole es, völlig lokalen Streites, der in dieser Stadt sich erhoben, f vielmehr ein persönliches Zerwürfniß zwischen den französischen und inlän- I dischen Lehrern, das man wohl halte im Anfänge beseitigen können. Alle S anderen Ursachen sind sekundär, und haben sich nur viel später um die f Animosität gruppirt, die durch den Ersatz des inländischen Lehrers her- ׳ vorgerufen worden, der seit der Errichtung der Schule im Amte, war und der nun, um sich zu rächen, alle diese Schwierigkeiten erregt hat. Der Grundsatz der bei der Leitung aller Schulen die ich die Ehre hatte zu errichten bestimmend ist, ist der, nie irgend eine Einrichtung ei- : ner Gemeinde auszudringen, nie Hülfe zu leisten oder etwas zu bewillij gen als den Orten die es in Anspruch nehmen; der Weg ist viel lang- ׳ samcr aber viel sicherer: durch ihren Nutzen die Gemeinden zu gewinnen, die solcher Schulen bedürfen, indem man ihnen zeigt, daß sie die Anhäng-; lichkeit an unfern heiligen alten Glauben mit den Bedürfnissen der Neu- \ zeit zu verbinden wissen, die gebieterisch einen ausgedehnteren Unterricht i verlangen. ־ Man muß diesen Theil der Levante und den Fortschritt den Europa ü nach diesen Gegenden hin macht, kennen, um die Nothwendigkeit einzuy\ sehen, den Jargon dieser Bevölkerungen zu ersetzen. Schon in 1 vielen Städten hat die armenische, griechische und europäische Bevölkerung j die Israeliten aus den verschiedenen Zweigen des Handels und der In- ■) dustrie verdrängt, in Folge dessen wie bekanntlich in Smyrna ein Elend : entstanden von dem wir keine Idee haben. Alle diese Bevölkerungen ver- ] danken die Fortschritte die sie gemacht der Errichtung von Schulen in! eben diesen Städten; die höheren Stände gehen ״nachdem sie ihre Stu- ׳/. dien zu Haus vollendet" nach Europa und bilden nachher die Elite der : 1 Bevölkerung. Die türkische Sprache, der vollständig Elementar- und Schul-! j bücher fehlen, kann nicht die gewöhnliche Unterrichtssprache werden; die •ר Türken bedienen sich außerdem der französischen Sprache in allen ihren -! Anstalten und dann wird das Türkische auch als Unterrichtszweig in den! ־ neuerrichteten israelitischen Schulen gelehrt. Sicherlich hängt sehr viel des; e Erfolges und ein großer Theil der Zukunft von den Lehrern ab und \',l ferner kann ich nicht genug Lobpreisungen Herrn Lippmann spendendem

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