Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1859-04-01 · Heft 7 (April 1859) · p. 392

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 7 (April 1859)
Article
Deutschland : Würzburg [Nachricht]
Date
1859-04-01
Page
392 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2932754-2932863-2932871--04578-2943497
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

392 brüchen von Gott weiß wie vielen Gegnern die Stirn bietet". Die Darstellung und besonders die Beweisführung, die selbst in der glänzendsten Periode der Sophistik für Sophistik würde gegolten haben, ist zu bekannt und wäre es Zeitvergeudm näher darauf einzugehen. Es ist das eine Lektüre ganz geschaffen für gute fromme Landleute, die für zwölf Krcuzer eine recht erbauliche und, was die Hauptsache, verdummende Erzählung in die Hand bekommen, die sie mit den zur Genüge aufgedeckten Lügen unterhält und im Glauben stärkt. Und barauf scheint sie auch nur berechnet zu sein; als Buchhändlerspckulation wäre es zu ungeschickt, jetzt, nachdem der Kampf ruht, nachzubinken; ich glaube daher in der Annahme, dH segenspendende Hände dabei im Spiele waren, nicht zu irren. — Für einen spätem Cutturhistoriker unsres Jahrzehends ist diese Broschüre jedenfalls ein schätzenswerther Beitrag. -1-Aus B aier n, im Febr. Die Stande tagen, und mit ihnen erwacht wieder die Hoffnung und der Wunsch, daß endlich dieses Mal das Matrikelwesen, dieser mittelalterliche Schütt, der schwer und drückend auf uns ruht und jede segensreiche Entwickelung unserer Gemeinden stört, befertigt werde und eine schönere Zeit für uns zu tagen beginne. Ob der Morgen dieser bessern Tage schon nahe ist, wagen wir nicht zu entscheiden. Die politische Richtung der Kammer bietet nur schwachen Halt für Vermuthungen, die Erfahrung lehrte zu oft, daß die liberalen Ansichten zur Neige gegangen sind, wenn die Verhandlungen über Verbesserung unfever Lage beginnen. Bis heute ist noch kein Wort über Juden in den Sitzungen gefallen und wie sollte es auch? Was ist von Seiten der jübischen Gemeinden zur Anregung geschehen? Rechnen wir das Bemühen, Einzelner, die durch persönlichen Einfluß, der häufig überschätzt wird, zu wirken suchen, ab: Nichts, gar nichts. Man hofft und schweigt ד' לכם ואחם חחרישון.. Wie man in dieser Weift zum Ziele kommt, wird die Zeit lehren. Ich bin der festen Ucberzeugung, daß ein ausdauerndes, unermüdetes Petitioniren aller Gemeinden nicht fruchtlos sein würde und ma!l nicht für immer sein Ohr den lauten, gerechten Bitten verschließen könnte. □ H ann ove r, 22. März. Gleichwie in Frankfurt a. M., Berlitt, Halbkrstadt, Eisenstabt u. a. O. Hai sich auch hier in Folge der persönüchen Bemühungen deS Herrn Hausdvrss ein Comite Behufs Samwlung von Geldern zum Bau von Wohnungen und eines Pilgerhauses in der heiligen Stadt gebildet. Dasselbe wird seine Wirksamkeit über das ganze Königreich erstrecken. An der Spitze steht der Landrabbiner Herr Dr, Meyer. Wir wollen wünschen, daß dieses Werk der wahrhaften Menschen- und Vaterlandsliebe auch in unserer Mitte zum Segel: gedeihen möge! Orient. Französische jüdische Unterrichtsanstalten im Orient. Herr Albert Cohen hatte die Güte irr Veranlassung unseres unter dieser Überschrift im Februarbest d, I. gegebenen Artikels, im Märzhefte des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.