Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 7 (April 1859)
- Article
- Aus Norddeutschland
- Date
- 1859-04-01
- Page
- 372 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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- IRI
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- Seesen 1× ep/1048106
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372 Aus Noryceutschland. IH. Reite», Schwimmen als Unterrichtszweige ausgeführt, so müssen Nej benrücksichtcn wie der religiöse Sinn des Lehrers, der Geist der Schule i unbedingt znrücktreten! I Und die בני עניים, in deren Mitte die Thauroh eine Stätte finden sollte? i Der Wohlthätigkeitssinn ist nie erstorben in unserer Mitte; hochherzige Männer erkannten es stets, daß die Schätze, mit denen die Vorsehnng sie beglückte, ein anvertrautes Gut fti, das zum Wohl; der Menschheit müsse verwerthet werde. Tragen aber Werke der Milde und des Wohlthuns schönere Früchte, als wenn sie zum Heile der Armuth verwendet, zur Bildung der armen dürftigen Kleinen, die nach geistiger Speise verlangen? Edle Stiftungen erstanden und wirken, und mit Ehrfurcht nennt die Nachwelt die Namen der Stifter. Und fragen wir nach dem Wirken dieser Schöpfungen? Während eine derselben in Hannover, ihrer Anlage gemäß, nur aus einen beschränkten Kreis ihre heilsame Wirksamkeit ausbreitet, ziehet eine andere zu Seesen von nah und fern leider! Schüler an. Es ist schmerzlich dieses Wort auszusprechen, aber ich sage nichts Andres, als was jeder ernste Jude denkt und fühlt. Ist es etwa der jüdische Geist der diese Schule beseelt? Ist es das jüdische Element, das sie beherrscht? Werden die Zöglinge zur Ausübung der Gebote streng angehalten? Mag sie tüchtige brauchbare Männer, gute Bürger erziehen, kann sie auch glaubensstarke, gesetzestreue Juden bilden? Nicht die Schule ist anzuklagen; sie hat laut genug erklärt, welchen Ansichten sie huldigt, welcher Richtung sie sich hinneigt und kaum möchte Jemand noch im Zweifel darüber sein; nur die Eltern sind es, die in ihrer Halbheit und Schwachheit den reichsten Schatz ihrer Kinder um ein Geringes hingeben! Mögen sie die Bürde der Verantwortung tragen! Mögen sie einst sich zu rechtfertigen suchen! Unser Bedauern trifft nur die armen Waisen, die gleichfalls gastliche Aufnahme dort gefunden. Ich will hier nicht untersuchen, wie wirksam Simultanschulen sich erweisen, ob die Annäherung der Consessionen ein Gewinn, ob die Unterdrückung des Neligionshasses in der That erreicht wird; nur sei behauptet, daß in den ersten Jahren der Unterricht ein specifisch jüdischer sein muß, daß die Liebe zum Glauben erst zum Durchbruch gekommen sein muß, ehe wir denken können, fremde Elemente mit dem Kinde in Berührung zu