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Jeschurun · 1859-02-01 · Heft 5 (Februar 1859) · p. 276

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 5 (Februar 1859)
Article
Italien : Rettungsmittel für den jungen Märtyrer [Nachricht]
Date
1859-02-01
Page
276 (sequence 2)
Language
German
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276 gute Polizei zu organisiren, und muthige und rechtschaffene Gensdarmen I zu bestellen. Diese Zustände sollten benutzt werden. Eine Prämie von | 20,000 Frs. für denjenigen, dem es gelingt den jungen n Mortara zu befreien und ihn an einen sichern Nettungs- >; ort, sei es in Piemont, oder in Frankreich, oder sonst in | ein Land zu führen, das sich einer ordentlichen Regierung? erfeut, dürfte das Mittel sein, das am nächsten und am > wir k samsten Rettung verspricht. Herr Terquem bemerkt, daß h in dieser ganzen Sache nicht der Katholicismns berührt werde. Es handle?! sich um das allgemeinste, öffentliche Sittengesetz, verpflichtend für Jeden, ß welchem Glauben er auch durch Geburt oder Wahl angehöre. Ja er ß hält sich überzeugt, der Papst werde, bei seiner bekannten humanen Geg sinnung selbst froh sein, auf irgend eine Weise aus der schwieri- E gen Lage in dieser Angelegenheit herauszukowmen, in welche ihn unvernünstige Zeloten gestürzt haben. Herr Terquem appellirt an eine allgemeine Subscription für diesen Zweck. Sollte es dieses langsamen Weges bedürfen? Sollte es unk ter den Reichen in oder außerhalb Israels nicht einen Menschen geben, dessen Herz diesen Gedanken ergriffe und ihn mit den Mitteln, die Gott ihm gegeben, rasch zur Verwirklichung brächte? Die ganze Menschheit! würde ihn segnen!! Aus Turin vom 2. Januar wird berichtet: Die genueser M Gerichte haben eine Frauensperson zu 50 Skudi Strafe und 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil sie ein israelitisches Kind A heimlich getauft hat.?? Grient.;1 Französische jüdische Unterrichtsanstalten iw Orient. Ueber diesen Gegenstand veröffentlicht Herr Albert Cohen, Präsident des WohlthätigkeiLscomit^^s, dessen Wirksamkeit diese Schulen mittelbar oder unmittelbar ihr Dasein verdanken, einen interessanten Bericht im ״Untv. Jsr.", dem wir folgende Data entnehmen. In Constantinopel besteht seit vier Jahren eine dcole fran- §aise für die dortige jüdische Bevölkerung, die nach Beseitigung einiger lokalen Streitigkeiten seit dem 1. Dez. wieder eröffnet ist und einer Erweiterung entgegengeht um 400 Schüler aufnehmen zu können. Eine diesem Knabeninstitut sich anschließende Mädchenschule ist im Begriff itt’3 Leben zu treten. In. Salonicht ist die französische Schule im blühendsten Fortschritt. Sie zählt 140 Schüler , die im Französischen, in der Geographie, Arithmetik, dem Religionsunterricht und der biblischen Geschichte staunenswerthe Fortschritte machen.׳ Fast fünfzig Schüler sind bereits europäisch gekleidet, Die Schule besteht aus drei Klassen, deren erste fünfzig Schüler zählt. Der Direktor der Anstalt, Herr Lippmann, selbst von der orthodoxesten Seite wie ein Rabbiner behandelt und geehrt, ward 4 4

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