Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1859)
- Article
- Schewat
- Date
- 1859-02-01
- Page
- 236 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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236 Schewat, tesgesetzes wieder erhoben, und Haben sich gesammelt um dieses Wahrzeichen und haben unter unsäglichen Kämpfen und bedeutendsten Opfern diesem Gottesgesetze wieder eine Gemeinde und ein Heiligthum und die Anstalten der Lehre und der Verwirklichung gebaut. Die Genoffenschaft selbst, in deren Mitte diese Blätter erscheinen, ja, das Erscheinen dieser Zeschurun-Blätter selbst — wenn es ihnen einmal vergönnt sein dürfte von sich selber zu reden — und die Theilnahme deren sie sich erfreuen, dürsten sie nicht selbst mit zu den Anzeichen gehören, daß unser חמשה עשר doch bereits gekommen? Alle diese Erscheinungen sind freilich noch vereinzelt und selten, aber eben darum um so-bedeutungsvoller und hoffnungsreicher. Wenn die Sonne glüht und die Pracht der Blumen und Blüthen in üppiger Hülle unter der Gunst ihrer Strahlen die weite Erde deckt, da zählt die einzelne Rose nur in bescheidener Größe mit. Wenn aber noch Frost und Eis, Sturm und Erstarrung des Winters herrscht, dann bückst du dich überrascht und freudig zu dem vereinzelten Veilchen nieder, das sein Köpfchen durch die Schneedecke hebt, und gedenkst der Kämpfe, die es durchgemacht, und der Kraft, die es unter allen diesen Stürmen gezeitigt und drückst es seligheiter an deine Brust, hoffuungssicher, daß der Chamischah-Assar doch bereits da, auch der fünfzehnte Schewat selbst im Schaltjahre zum fünfzehnten Nissan führt, wo dann die Sonne glänzt und der Frühling lächelt und es dann am Himmel und auf Erden sichtbar ist, daß ״Der Winter vorüber, der Regen geschwunden, ״Die Blüthen sind auf Erden zu sehen, ' ״Die Zeit zu singen ist da —