Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1858)
- Article
- Palästina : Jerusalem [Nachricht]
- Date
- 1858-12-01
- Page
- 169 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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160 1 Theilnahrne aus, und hält sich nicht minder dem löblichen- Cenlraleomite I zu Amsterdam, sowie den löblichen Comit6s zu Frankfurt a. M. und! Halberstadt, für die in gleicher Weise diesem wohlthätigen Zwecke zugewandten Bemühungen Namens seiner Brüder in Jerusalem verpflichtet. Das lob. Comite in Berlin hat sich ebenfalls in dieser Angelegenheit an das k. Ministerium gewendet und hofft einer günstigen Entscheidüng entgegensehen zu dürfen. Möge dieses für das Wohl unserer armen! Brüder in Jerusalem, sowie für jeden dahinreisenden Glaubensgenossen so wichtige Unternehmen überall die entsprechendste Theilnahwe und Förderung finden.! Frmnkveich. Paris, 2. Nov. In Caen wurde ein gewisser Guggenheim (Jude) verurtheilt und seine Kinder iw städtischen Waisenhaüse untergebracht. Hier wurden dieselben getauft und zum christlichen Religionsunterrichte gezogen. Jetzt hat sie der Großrabbiner in Paris vom Präfekten zurückgefordert, um sie in einer israelitischen Anstalt erziehen zu lassen. Der Präfekt hat deßhalb bei dem Ministerium angefragt, und die Regierung hat befohlen, die Kinder, weil von jüdischen Eltern herstammend, dem Großrabbiner, als dem geistlichen Haupt der Religion ihrer Eltern, auszuliefern. Paris, 16. Nov. Ein Bericht des Prinzen Napoleon an den Kaiser beantragt die Ernennungsfähigkeit von Israeliten zu Generalräthen in Algerien, um zu beweisen, daß die absolute Gleichberechtigung des Glaubens vor dem Gesetz vollständig ist. Der Moniteur enthält ein diesem Antrag entsprechendes Dekret. (Schw. M.) Paris. Der Pariser Correspondent der klerikalen ״Gazette de Liege" stimmt nicht allein vollkommen mit den diese Woche vom ״Uni- Vers" ausgesprochenen judenfeindlichen Tendenzen überein, er geht noch weiter, und fordert ganz einfach zu einer neuen Judenverfolgung auf. Bald, sagt er, dürfte auf dem Wege des Kaisers der Ruf ertönen: ״ä bas 168 juifs!“ — Die vor einigen Tagen in einem Marseiller Telegramme gemeldete Nachricht, daß sämmtliche europäische Groß- Mächte die Rückgabe des jungen Mortara an dessen Familie verlangt hätten, bestätigt sich nicht. Paris, 22. Nov. Es ist, wie das ״Siecle" wittheilt, den Journalen nunmehr verboten worden, ihre kirchliche Polemik fortzusetzen. Dies hindert aber das ultramontane ״Univers" nicht, in seinen Auslas-- jungen bezüglich der Mortara-Angelegenheit noch fortzufahren. Belgien. Brüssel, 8. Nov. Von gut unterrichteter Seite geht uns aus Paris die Nachricht zu, daß jede Hoffnung betreffs eines Einschreitens der französischen Regierung in der- Mortara-Angelegenheit aufgegeben werden muß. Als die ״Jndep. Helge" dieser Tage telegraphisch