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Jeschurun · 1858-11-01 · Heft 2 (November 1858) · p. 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 2 (November 1858)
Article
[Ohne Titel] / Kayserling, Meir
Date
1858-11-01
Page
104 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Miscelle. Bereits i» einem früheren Hefte dieser Monatsschrift (Dezember 1856, S. 158) nahm ich bei Berichtigung eines Zrrthums von Dukes Gelegenheit, von dem nur im שבט יהודה genannten אפרים שאנגו p zu sprechen. Hier will ich nur noch bemerken, daß dieser Ephraim ein Aragonter, oder was in diesem Falle dasselbe ist, ein Catalonier gewesen und mit dem großen spanischen Troubadour R. Santob de Carrion (Vergl. diese Zeitsch., Juni 1856, S. 484 bis 492; ausführlich über ihn in meiner demnächst erscheinenden Schrift״ :׳Romanische Poesien der Inden in Spanien" (Leipzig Mendelssohn S. 19—45) zu gleicher Zeit gelebt hat. Was das Letztere betrifft, so ergiebt sich ans "ש״י ed. Wiener 53, daß Ephraim die lwhe Ehre genoß, von Don Pedro הזקן nach seinem Namen gefragt׳ zu werden. Dieser Don Pedro הזקן• ist kein Anderer als Pedro IV. von Aragonien, welcher über 50 Jahre (1335—1387) regierte, übereinstimmend mit "53 ש״י Kriege gegen die ungläubtgen Saraccnen führte und zum Ilntcrschiede von dem damals in Castilien regierenden Don Pedro (dem Grausamen) ״der Alte" genannt sein mag. Diesen Pedro den Alten sprach Ephraim, dessen Vaterland sich nicht allein aus der Unterredung mit seinem Könige ergiebt, sondern und ganz besonders aus dem Namen seines Vaters, wenn man will seinem Zunamen שאנג p. Als der König ihn nach seinem Namen fragte, antwortete er .שאגו p אפרים (so nach der Amsterdamer Ausgabe, in der Ausg. von Wiener שאנגו, das hinzugetretene ו mag ursprünglich! gewesen sein und wäre ich wohl zeneigt שאנגז zu lesen. Man hat weder ein Recht Sancho zu lesen, noch wie Wolf bibl. hcbr. I., 211, מנחי für שגצי zu schreiben)שאנג oder שאננז ist daS alte catalonische Ganz, welches in der ursprünglichen Form Sanci (Sancti) hieß (Vergl. Diez, Etymologisches Wör- )erbrich, Einl. p. XI.) und nur im Volksdialekt corrumpirt wurde, wie denn auch Ephraim dem König erwiedert: שאו! שם המשפהה היא ״ והיא שאנצי אלא שנשתבש בלשון העםSanz ist mein Familienname, das ist das alte Sanci, welches durch den Volksdialekt verdorben worden ist." Es kann dieses als Beweis gelten, daß auch die Juden des 14. Jahrhundert den gewöhnlichen Landesnamen führten. Berlin. Dr. Kayserling. Druck von KetnhoL- Batst. Redacteurr Rabbiner Hirsch in Frankfurt am Main

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