Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1858)
- Article
- Deutschland : Posen [Nachricht]
- Date
- 1858-10-01
- Page
- 51 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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als meinem Gefühledaß - Gott dke Nichtjuden-״ver-ldfferw und׳ mit Mißfallen auf sie blicken sollte. Gott ist ein einiger Gott׳ und derselbe! für Alle; und kann׳ daher Diejenigen unmöglich - verdammen , die ihn׳ mit aufrichtigem Herzen loben und preisen. Mögen sie Juden- Christen oder- Mohammedanersein, so׳ sind sie Gott angenehm, wenn sie׳ nur einen rechtschaffenen und tugendhaften Wandel׳ führen." (Der wackere jüdische- Kutscher wußte nicht, daß er mit diesen- Gesinnungen gerade dasjenige aussprach, was - eben die Talmudisten uns׳ lehren.) ״Hierauf versetzte ich", bemerkt Lelewel, ״Recht so,- mein Freund, duhast die echte edle Denkungsweise." Gegen diese Aeußerung des berühmten Historiographen Zieht nun das hiesige ultramontane Blatt ״Przeglad (Rundschau) Poznanski" wüthendzu Felde und nennt sie ebenso gottlos und verwerflich, als׳ die religiöse Ansicht des armen Wilnaer Juden; beide aber werden in würdiger Weise in Schutz-genommen von dem hiesigen Cor-.׳ respondenten-der ״Gazeta Warczawska^, der, zwar ein guter Katholik, wie er selbst versichert, dennoch den-starren Jesuitismus des ״Przeglad" unbedingt: verwirft; ja, diesen in humoristischer Weise sogar׳ höflichst bittet, ihn gefälligst auch auf die Liste seiner Gottlosen -und Verdammten zu setzen. Derselbe Correspondent nimmt sich mit dem größten Eifer auch ׳ derWusstten gegen die maßlosen Angriffe des ״Przeglad" an. (D. A. Z.) ... Würzburg, 3. August. Zur-Begründung meines im Junihefte ausgesprochenen Urtheils über das hiesige Institut, sei hier des' vollkommen befriedigenden Erfolges der Prüfung gedacht, die gestern von Seiten des Herrn Domcapitulars abgehalten- 'wurde. Es läßt sich zwar nach einer vierstündigen Prüfung der Stand׳ einer Schule nicht besinnmen, soviel zeigten jedoch die raschen, präcisen Antworten, die Ausarbeitungen der Mriftlichen Aufgaben, daß mit Gewissenhaftigkeit-gelehrt und mit Lust und Liebe gelernt wird; bei solchem Zusammenwirken braucht man über die Früchte nicht in Zweifel zu sein. Das Lob und die Anerkennung, die von dem Herrn Examinator dem Streben und dem Eifer der Herren Lehrer, sowie der treuen Aufsicht des Herrn Rabbiners gezollt wurde, fand bei allen Anwesenden gerechte Billigung , sowie auch wohl der Wunsch'und die Hoffnung aus dem Herzen Aller gesprochen sein wird, daß die Wirksamkeit der Anstalt sich immer mehr entfalte und einer größeren Vervollkommnung eutgegenschreite; daß vorzüglich die Ueberzeugung von der hohen Bedeutung der Schule in der Gemeinde immer mehrdurchdringe und demgemäß sich - ihr die Sorgfalt immer mehr zuwende. A-üs Württemberg, 4. Sept. Wer auch nur ein klein wenig Gefühlfür׳ Menschenwürde und Nächstenliebe hat, der muß staunen, wie sich das im Solde des Psäffenthums stehende, sog. ,,Deutsche Volksblatt" über den unmenschlichen Kinderraub in Bologna, der auf Roms ausdrücklichen Befehl verübt wurde, ausspricht. Dieses strengrömischkatholische Blatt sagt: Die-an dem Kinde׳ des׳ Juden Momolo Mortara