Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Deutschland : Wien [Nachricht]
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 606 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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SOS Uebertritt vone Christenthnm zum mosaischen Glauben ׳nicht verbietet. St. Komaromy m. p." . Die letzte Instanz in diesem Falle-ist natür- Lich das Eultusministerium,. und man ist aufdie-diesfällige Entscheidüng nicht wenig gespannt." v.; : : ' Aus B.a iern.: Als grelles Seitenstück zu dem in diesen Blattern früher erwähnten. Beschlüsse der ״Harmonie"! zu Nürnberg, . demzufolge Juden als Mitglieder nicht ausgenommen, noch als Gäste emgefnhrl werden sollen, kann die ׳Entfernung, zweier geachteten israelitischen Kaufleute aus. der städtischen Schützengesellschast zu Bamberg betrachtet werden., Der - Fall - ist,., dem -.-.״Nürnberger- Correspondenten" -׳zufolge, anhängig gemacht und wird darauf! Zurückgekommen,׳•. wenn die Sache h.öhern Ortes ihre Erledigung gefunden. Es scheinen׳ überhaupt die Vereine- und -Gesellschaften hier zu Lande das Princip ausgestellt zu haben, Juden nicht in ihre Kreisen Zu zu lassen, , denn auch zu Würzhurg soll eine jüdische Notabilität, die sich vor einiger Zeit zum Eintritt in die dort-/bestehende- ״Harmome-Gesellschaft" gemeldet hatte, durch Ballotage ausgeschieden sein. Man sandte zwar, um den Fehler gut zu machen, hinterher das .Diplom als Ehrenmitglied, es wurde dasselbe jedoch zurückgeschickt, so daß die. Gesellschaft glücklich ihren Vorsatz ausführt, wenn wir die als außerordentliche Mitglieder eingefiihrten Studenten aller Fakultäten , denen der Eintritt e nicht verwehrt werden kann, nicht mitzählen! wollen. Ob wir trotzdem von diesen Erscheinungen auf die vox populi; fd)lic§ert bitvfen, ist sehr zweifelhaft, ein flüchtiger Blick in - diese Circel!, lehrt, daß eben jene Stände vorzüglich vertreten sind, die sich gern ---- mit welchem. Rechte wollen wir dahingestellt sein lasse!! — die Bevorzugten, Höher!! neunen. — .Ein edler Zug!-der Wohlthätigfett, den die ״Landb ötin" ans München-!neidet, verdient in weitern Kreisen Verbreitung und Anerkennung zu finden, wenn auch der Wohlthäter durch Verheimlichung.. seines/Namens sich jedem Danke entziehen will. Es!-wurden׳ nämlich!.den. fünf WohlllMgkeitsvereiuen, die in der Mül!- chener Gemeinde bestehen von einem, unbekannten Wohlthäter 6000 fi. in oproc. Staatspapieren zngestellt. Die betreffenden Papiere wurden den Vereinen im Aufträgedes Stifters durch einen königlichen Sensal übergeben und dies lediglich, niit der Brstinnnung, daß die Zinsen des Kapitals zu den Bereinszwecken verwendet , das - Kapital aber unberührt bleibe.! G.! - ׳Hawnwver. Wie ׳׳(bereits seit einigen Jahren, haben auch dieses Mal die! Stände in dem ihnen vorgelegt׳ni Budget 1500 Thalerzur Unterstützung., des- .-jüdischen Schul- und Synagogenwesens bewilligt,; ■■־ -Lüb eck, Juli. 1858׳..--Der Rabbiner der Lübeck-Moislinger isr aelitischen Gemeinde, Herr Susmann Adler, soll von! Lübecker-Staate eine jährliche. Zulage von 600 ׳///£. und zwar auf 5 Jahre , nämlich von 186.9?--1.86,3! incl., erhalten. Der-Antrag, ursprünglich ans eine höhere ׳ Summe lautend, muß nochvon :der Bürgerschaft genehmigt werden.