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Jeschurun · 1858-08-01 · Heft 11 (August 1858) · p. 603

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 11 (August 1858)
Article
Ungarn
Date
1858-08-01
Page
603 (sequence 2)
Language
German
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603 Vorträgen des Herrn Rabiners eilen, die mau ihren: Aeußern nach auf :dem- Wege., zu 'einem-Salon der Beau Monde vermutheu würde. Ist auch bisher in diesem Orte keine ab l fertige Bildung zu treffen (wo gäbe es -denn einen? solchen?),so ׳wird' dafür Anstand und Sitte so genau beobachtet unb sind Frömmigkeit, Sittlichkeit, ., Wohlthätigkeits'sinn und musterhaft friedliche Familienverhältnisse derart vorherrschelld, daß man durch die ruhigere, feistere . und- .-sittlichere ׳.Lebensart, die tu! Folge -dessen hier besteht unb' in,:sehr wenigen israelitischen Gemeinden wiedergefunden werden dürfte, .mehrmals entschädigt ist.? Inder Gemeindeherrscht die größte Ruhe, unb @Wte; .־. Die Leitung des.Gemeindewesens liegt in den Händen eines aus fünf Personen .besteheirden Vorstandes; dieser schlägt!vor, prüft- und beschließt, und hat außer diesem kein Geu'.eindemitglied das Recht eigene Ansichten vorzulegen, oder sich ... den : bereits gefaßten Beschlüssen / zu , ■ widersetzen. Wohl ist noch viel zurück,- unr diese Gemeinde י auf: denjenigen Stand- Punkt zu bringen,-den?,sie׳ so leicht eimlehmen könnte und sollte. Viel ließe sich in einem so! ,musterhaft friedlichen Orte, bei , so viel gutem Willen und solcher Opferwilligkeit zu Stande bringen. Es ist ) auch von dem ehrenwerthen Vorstande, der eine rastlose Thätigkeit zur Förderung des Gemeinde- und Schulwesens an. den Tag , legt, das Allerbeste zu hoffen. Der Allgütige möge ihm stets Schutz und Beistand zu diesem gottgefälligen: Streben verleihen! - . Ich kann hier nicht.-!unerwähnt lassen, daß die löbl. Bajaer Stadtbehörde dem Rabbinate, - ein : freiwilliges Geschenk von 14 Joch Felder machte. -/ •■׳, . Von dem musterhaften und -seltenen Wohlthätigkeitssinne der Bajaer Israeliten will ich hier schließlich nur:! ein einziges Beispiel; anführen. Vor einigen Monaten wurdefüreinen jüdischen Studirenden aus Baja die Summe von 1000 fl. C.M. zusammengelegt. Die Zinsen, die diese Summe abwirst, sind stur den!,Studirenden als jährliches Stipendium bestimmt,: während er nach vollendeter Studienzeit das. Capital selbst erhält? Der Allgütige möge dieser, ehrenwerther: Gemeinde seinen reichsten Segen angedeihen lassen! Ignatz Goldstein. Arad, 10׳. Juli. Der Araber israelitischen Cultusgemeinde ist auf ihre Eingabe-ein'.Anlehen von 30,000 fl. C.-M. ans den Mitteln des israelitischen Landes-,׳ Schul- und Unterrichtsfonds׳ unter günstigen Rückzahlungs-MödaliLäten zur .Erbauung eines die Loealitäten der israelitischeu Haupt-, Unterreäl- ׳' und Mädchenschule um fassenden Schulgedäudes, gnädigst bewilligt worden. Der Bau, welcher auf dem von Baron v. Tina der Gemeinde zu diesem Zwecke geschenkten Platz aufgeführt wird/ dürfte sonach baldigst in Angriff genommen werden. ' 40 ■ ־׳ י -

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