Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1858-08-01 · Heft 11 (August 1858) · p. 599

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 11 (August 1858)
Article
Aus Amerika
Date
1858-08-01
Page
599 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2932754-2932849-2932861-2942567--03865-2942658
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

A»S Amerika. 599 frage nun Herrn Die M.: wie viele von allen diese» Herren, die sich Doctoren und jüdische Geistliche zu nennen belieben, haben sich für dieses so wichtige Amt, dem sie vorstehen, gehörig qualifizirt? Wie viele von ihnen haben Universität oderישיבה:׳ besucht? wie viele von ihnen sind-als D1\ rjrabuivt, oder haben eine סמכה von einem ב ד;מומדוה Herr Dp. M. mehr als 6 von den 22 herausfinden? und doch verstehen es diese Herren (die, da sie weder Univrrsttät. noch ישיבה je besucht haben, wahrscheinlich schon am ersten Freitag Abend zwischen Nacht und Tag zu dem was sie jetzt sind erschaffen wurden) so. gut wie einst das ב׳ד •הגדול שבירושלים so viele neue Einrichtungen in Israel zu treffen und so Vieles abzuschaffen w»s sonst das große Sanhedrtn sich nicht unterstanden hatte. — Ist das auch eine Verleumdung? III. Ich frage ferner Herrn De. M., ob er schon ein in diesem Lande großgezogenes Kind gesehen hat, das (ich will nicht sagen einen Begriff מקרא משגה וגמרא hat) nur die הורה nach ihrem Original-Terte kennt? Gibt cs auch nur eines unter, der! hier erzvgenen Kindern, das mit dem Geiste der jüdischen Religion vertraut ist oder von Israels Geschichte und seinem Glückcswechsel durch alle Zeiten etwas weiß? Wie selten wird hier die Religion in das Herz eines Kindes gepflanzt, o wie gar nichts wird hier zu Lande für die religiöse Erziehung der Jugend gethau. Wie weuige Kinder gibt es hier, die da wissen , (ich will nicht sagen, daß und wie man Gott vor jedem Genüsse danken soll) nur daß es die erste Pflicht des Menschen und besonders des Juden ist, des Morgens und des Abends Gott anzurufen, und ihm für die in einer jeden Minute tausendfältig erhaltenen Wohlthaten zu danken, ja sie werden frühe schon gewöhnt zu genießen, ohne an den Geber alles Segens zu denken und so in der Gabe den großen Geber zu vergessen. Wohl kommen auch hier die Kinder zur Konfirmation, aber was ist ein solches Glaubensweihfest mehr als ein Kinder-Theater, wo jedes da seine Rolle sehr gut spielt? Aber kaum hat es die Bühne verlassen (leid, daß ich mich so ausdrücken muß anstatt der heiligen Stätte) so ist es sich auch schon keines Wortes mehr bewußt von allem dem was sein Mund vor Gott und Menschen bekannt und stets zu Halten gelobt hat. — Und wie sieht der Religionsunterricht aus,, da wo noch-welcher vorkommt! Den ganzen Tag sitzt das Kind

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.