Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 11 (August 1858)
- Article
- Aus Amerika
- Date
- 1858-08-01
- Page
- 597 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Au« Amerika. 597 II. י . Geehrter Herr Redakteur! In einem in Cincinnati erscheinenden deutschen Wochenblatte fand ich die Copie eines von Dr. Mayer an Sic gerichteten Briefes veröffentlicht, in welchem derselbe mich wegen der im Aprilhcfte des Jcschurun von mir mitgetheilten Berichte der kühnsten und schwärzesten Verleumdung anklagt. Da Sie mm als Anwalt gewählt sinddie Sache vor den Richterstuhl der öffentlichen Meinung zu bringe», erwarte ich von Ihrer Wahrheitsliebe wie von Ihrem Rechtsgefühle, daß Sie gewiß auch dem Angeklagten einen kurzen Raum in Ihrer geschätzten Mouatschrift schenken werden, um seine Verthcidigung den geehrten Lesern vorzutragen. .׳׳ Zn seiner Klage führt Herr Dr. Mayer einige Zeilen meiner Prtvatcorrespondenz mit ihm an: Obgleich nicht mit der diplomatischen Treue׳ und Gewissenhaftigkeit wie er solche wiederzugeben vorgibt, so geht doch aus derselben der beste Beweis für die Wahrheit meines Berichtes hervor. Grsieus: ist ja ans demselben zu ersehen, daß ich von Dr. M. zweinial aufgefordert wurde meinen Bericht zu widerrufen, und daß ich ihm, von der Wahrheit desselben überzeugt, ganz entschieden Nachstehendes geantwortet habe: ״Ich bin bereit die Verunglimpfung so weit sie Zhre Personlichkeii betrifft zu widerrufen, (indem ich es gestehe, daß ich vielleicht etwas zu weit ging, wenn ich sagte: daß Herr Dr. M. bloß die Bibel bloß einer Uebersctzung nach kennt) jedoch was alles klebrige in meinem Berichte anbelangt, würde ich nur rufen s psro si mouve (itrtb sie bewegt sich doch)." Erscheint hier Herr Mayer nicht als mein Entlastungszeuge? Zweitens nennt Herr Dr. Mayer m!r einfach weg meinen Bericht Verleumdung ohne das Entgegengesetzte zu beweisen? Warum rechtfertigt Dr. Wise in der DeborahNr.42 von den vielen Punkten, die ich in meinem Berichte gegen ihn ansührte, blvs den einen, nämlich das, was zwischen ihm und dem Sexton der Green Street Synagoge vorfiel, und schweigt zu dm übrigen? — Warum schweigt Dr. Lilieuthal, dessen Organ eigentlich die Deborah ist, und klagt mich nicht vor aller Welt als Lügner an? Aber die Herren können es nicht, so gern sie es auch thun möchten und ihr Schweige» muß mir das Zeugntß geben, daß ich wahr geredet. 1